13. Tag: 12.5. Arches Nationalpark

Unsere erste Nacht im Inca Inn war leider nicht besonders gut, was aber nicht am Motel gelegen hat, sondern daran, dass Ralf einige Hustenattacken erleben musste. So ein blöde Erkältung!

 

Trotzdem wollten wir uns den Urlaub nicht allzu sehr verderben lassen und wollten ein Wiedersehen mit dem Arches Nationalpark feiern, der uns bei unserem ersten Besuch vor 4 Jahren schon so gut gefallen hatte. Aber da wir ja luxuriöse drei ganze Tage hier in Moab Station machen, mussten wir nichts überstürzen, sondern konnten den Tag langsam angehen lassen. Dazu gehörte natürlich der obligatorische Kaffee in der Früh, den es hier im Inca Inn in der Lobby gibt und nicht selbst im Zimmer gebrüht wird. In der Lobby, zu der wir es nicht weit haben, gibt es auch das inkludierte Frühstück, das wir aber nicht in Anspruch nehmen wollten. Der Kaffee, „Starbuck’s All Day“ war ausgezeichnet.

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Anschließend machten wir uns zum „Eklectic Cafè“ auf, das wir noch von unserem letzten Aufenthalt hier kannten und wo man ausgezeichnete, frisch hergestellte Produkte bekommt, die man in einem wunderschönen Garten verzehren kann. Wir waren auch dieses Mal nicht enttäuscht, alles war schmackhaft und der Kaffee gut und stark. Beim Verlassen des Lokals wurden wir noch von einem Mann am Nachbartisch angesprochen, der uns in guten Deutsch fragte, aus welcher Gegend Deutschlands wir kämen. Er erzählte uns freudig, dass seine Großmutter in Pasing lebe und er selbst vor 30 Jahren in die Staaten gezogen sei. Als wir im Verlauf der Unterhaltung die Massen an Schnee erwähnten, mit denen wir uns in Colorado konfrontiert gesehen hatten, meinte er, der Schneefall würde für die Menschen vor Ort eine Woche weniger Waldbrandgefahr bedeuten. Das Wetter mit schneearmen Wintern sei ein echtes Problem. „Der Westen trocknet aus!“ Schön, dass an diesem Problem immer dann „gearbeitet“ wird, wenn wir in einer Region Urlaub machen. Vielleicht sollten wir uns doch mal als Regenmacher verdingen? 🙂

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Anschließend fuhren wir endlich Richtung Arches N.P., wo wir auch gleich die berüchtigte Autoschlange an den Kassenhäuschen kennen lernten. Klar, es war ja auch schon fast 10 Uhr und damit hatte die besucherreichste Zeit gerade begonnen. Aber wir hatten ja Zeit.

Im Park selbst kamen gleich die Erinnerungen an unseren letzten Besuch hoch. Landschaftlich ist der Park einfach unglaublich schön und vielseitig. Da mich bei unserem ersten Besuch die „Park Avenue“ mit ihren turmhohen Steinriesen an der Seite so sehr fasziniert hatte, wollte ich den Weg auch dieses Mal gehen. Da aber am Beginn des Weges alle Parkplätze belegt waren, fuhren wir zum Ende und gingen den Weg in die andere Richtung. Ist ja kein Problem, da man die Strecke sowieso hin und wieder zurück laufen muss. Ich war auch dieses Mal wieder begeistert.

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Danach fuhren wir die Scenic Route weiter durch, hielten aber an vielen Stellen nicht mehr an. Andere Plätze entdeckten wir dagegen erstmals, die wir offensichtlich beim ersten Besuch entweder übersehen hatten oder uns gleich „fürs nächste Mal“ aufheben wollten. Das Wetter war auch sehr angenehm, obwohl die Vorhersage uns wolkig mit starkem Wind prognostiziert hatte. Windig war es nur zeitweise (dafür aber ganz schön heftig) und die Sonne konnte sich gegen die Wolken eigentlich immer durchsetzen. Eigentlich perfekt – nur unser Picknick mussten wir zeitig beenden, da wir befürchten mussten, dass uns das Essen aus dem Mund geweht wird.

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Deshalb fuhren wir nachmittags wieder Richtung Hotel. Im Visitor Center kaufte sich Ralf noch eine Trinkflasche und ein T-Shirt und wir trafen an der Kasse eine „alte Bekannte“ wieder. Die Dame, der wir als Deutsche zugewiesen wurden, da sie ebenfalls Deutsche ist, hatte uns bereits vor 4 Jahren abkassiert. Damals war sie noch ganz neu in den Staaten (ich erinnerte mich daran), da sie uns erzählte, sie sei jetzt seit 4 Jahren in diesem Job. Wir verabschiedeten uns „bis in 4 Jahren“ und fuhren nach Moab. Dort kauften wir uns noch zwei Stück Kuchen, bzw. eine Cinamon Roll und ein Stück Erdbeertorte und setzen uns mit einer guten Tasse Kaffee vor unser Hotelzimmer in die Sonne. Dort kamen wir dann noch mit dem Motelbesitzer ins Gespräch, der sich über uns als Wiederholungstäter freute.

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Am frühen Abend machten wir uns wieder zu Fuß auf ins Städtchen, das wir bis an Ende von „Downtown“ durchbummelten und dann zurückkehrten, um in einem Lokal, bei dem gestern Abend die Wartezeit zu lange gewesen war, zu Abend zu essen. Da der Abend schön lau war, wollten wir draußen sitzen, was das Essen zu einer spaßigen Angelegenheit machte. Denn sobald wir saßen, begann wieder der Wind zu wehen. Er wehte so stark, dass die Tischdecken, trotz Beschwerung mit Salz- und Pfefferstreuer, später mit Salatschüssel und Ketchupflasche, fast wegflogen und mir (echt wahr!) ein Salatblatt vom Teller wehte. Die Burger waren aber sehr lecker und die Sweet Potato Fries, die wir beide zum ersten Mal aßen, eine ganz neue geschmackliche Erfahrung. Lecker!

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