21. Tag: Las Vegas Fremont Street und Heimflug

Jetzt sitzen Jutta und ich im Flieger nach Philadelphia. So schnell kann es gehen und 3 Wochen Reise rund durch den Südwesten der USA gehen zu Ende.

Gestern hatten wir dann noch, nachdem wir schon beide Taschen gepackt hatten, wie geplant einen Ausflug nach Downtown Las Vegas, in den ursprünglichen Innenstadtbereich, der bis zur Eröffnung der großen Hotels das eigentliche glitzernde Las Vegas war unternommen. Nachdem wir den Fehler gemacht haben unserem Navi zu vertrauen ohne vorher auf die Karte zu schauen, hatten wir zunächst einen abenteuerlichen Umweg über die Autobahn gemacht, der uns durch einige nette Baustellen geführt hat. Hätten wir unseren Instinkt vertraut, dann wären wir einfach zunächst den Strip weiter gefolgt um dann weit hinter dem Stratosphere erst abzubiegen. Nun ja, selbst schuld, wenn man zu sehr der Technik vertraut. 🙂

  Wir schafften es dann letztendlich doch und fanden auch auf Anhieb ein Parkhaus. Da wir nicht so genau wussten wo wir uns jetzt befinden, machte ich noch schnell ein paar Bilder der Straßenschilder und wir gingen los. Eine Ecke weiter war es schon: Die berühmte Fremont Street. Vor vielen Jahren DAS Las Vegas und dann vor einigen Jahren schon fast dem Untergang geweiht. Aber nachdem die Hoteleigentümer der alten Innenstadt auf die Idee kamen einen großen Teil der Straße zu überdachen und dieses Dach mit einer LCD-Videoshow zu bestücken ist auch dieser alte Teil der Stadt wieder für viele Touristen interessant geworden. Bei Tageslicht betrachtet sah die Straße aber relativ langweilig aus, so dass wir uns bald in das berühmte Golden Nugget begaben. Dieses Casino war eines der ersten, das seinen Gästen nicht nur Glücksspiel und Übernachtung angeboten hatte. Es hatte als besondere Attraktion einen großen Goldklumpen ausgestellt, der Gäste anlocken sollte.

IMG_0851IMG_0852Das Hotel selbst war sehr hübsch altmodisch und da wir beide seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten suchten wir das Buffet, von dem ich schon im Internet gelesen hatte, dass es recht gut sein soll. Wir hatten uns zwar erst ein wenig geärgert nachdem eine große Gruppe erst die „Überholspur“ der Kasse genommen hatte und doch jeder einzeln zahlte, aber nachdem eine zweite Kasse geöffnet wurde bekamen wir dann bald einen Platz in dem recht hübsch altmodisch  aussehenden  Restaurant.

Das Essen selbst war wirklich gut und unser Kellner sorgte sich unaufdringlich und gut um uns und drängte auch nicht, wie wir es von anderen Gelegenheiten der Reise erlebt hatten zu einem schnellen Beendigen unserer Mahlzeit. Satt und zufrieden machten wir uns wieder auf den Weg nach draußen.

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Im Dunklen sah die Fremont Street ganz anders aus. Überall herrliche alte Glühbirnen und Neon-Beleuchtung. Viele Menschen, die meisten etwas älteren Semesters unterwegs, Straßenkünstler und ein mit Werbung beleuchtetes Dach. Wir schlenderten die Straße bis zum Ende der Bedachung und trauten uns dann auch ganz mutig noch ein wenig weiter in den nicht ganz so belebten Teil ohne schützendes buntes Dach. Hier machte ich noch einige Fotos und dann ging es zurück zum lebhaften Teil.  Jutta erfüllte mir dann auch endlich meinen Wunsch mich zwischen zwei leicht (sehr leicht) bekleideten Showgirls zu fotografieren. 🙂

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Wir lauschen noch einem Straßenmusikanten bis dieser meinte, dass er gleich aufhören muss, weil die Show gleich los geht. Wir eilten an das Ende der Fremont Street und schon ging es los. Zu Musik der Flowerpower-Zeit wurde eine wahnsinnig gute Ilumation auf dem gewölbten Dach gezeigt. Ich fotografierte und filmte erst was das Zeug hielt, hörte aber recht bald auf um mich ganz der Vorführung zu widmen. Als die Vorführung zu Ende war wollten wir dann eigentlich schon Richtung Heimathotel um uns noch 1-2 Longdrinks zu gönnen, blieben dann aber an einer Showbühne hängen in der eine Band von 4 Jungs und 4 (mit Bikini bekleideten) Mädels eine wirklich gute Show mit live gespielter Musik der 80er vorführten.

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Wir feierten mit unzähligen anderen Menschen mit und wenn man sich umsah, sah man fast überall strahlende Gesichter und tanzende Menschen. Eine ganz andere Stimmung als auf dem Strip mit den großen Hotels in denen sich die Menschenmassen immer nur in kleinen geschlossenen Gruppen von Hotelkomplex zu Hotelkomplex bewegen. Hier war Party pur angesagt und Jutta und ich feierten noch eine Stunde mit und sahen uns dann auch noch die zweite Lichtshow an, diesmal zur Musik von den Doors.

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Eines ist sicher, wenn wir in einigen Jahren mal wieder in Las Vegas landen sollten ist mindestens eine Nacht in Downtown Pflicht. Am besten mit einer Übernachtung im Golden Nugget, so wie wir es ursprünglich mal angedacht hatten.

Klüger geworden verliesen wir uns diesmal nicht mehr auf das Navi und fuhren den Las Vegas Boulevard direkt herunter und stellten unser Auto im Hotel ab. Dann ging es noch ein letztes Mal auf den Strip. Wir organsierten uns zwei Drinks und schlenderten zum Mirage um dort einen künstlichen Vulkanausbruch zu bewundern. Dann ging es zurück zur Bill Gambling Hall and Casino um dort wie geplant noch mal zu versuchen Millionär zu werden. Jutta verprasste ganze 6 Dollar im Automaten aber ich schaffte es mit einem Einsatz von 5 Dollar doch ganz 10 Dollar und 40 Cent aus dem Automaten zu holen.

Nach diesem Abenteuer ging es ins Bett. Immerhin war es schon fast Mitternacht um 5:00 sollte unser Wecker wieder gehen.

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es dann zum Flughafen. Wieder mal versuchte unser Navi uns auf die Autobahn zu führen, aber wir wollten ihm nicht gehorchen und fuhren den Strip Richtung Süden, bis wir das erste Schild zum Airport fanden. Das Auto war dann schnell und problemlos abgegeben und nach einem Blitzfrühstück bei Starbucks und der Sicherheitskontrolle suchten wir uns am Terminal zwei Spielautomaten, die einen Jackpot von über einer Million versprachen. Die 10 Dollar von gestern wurden in den Automaten gesteckt und währen Jutta mal wieder von einer Pechsträhne verfolgt wurde und recht bald keinen Credit mehr hatte, schaffte ich es sogar mal kurzfristig auf über 50 Dollar. Aber nachdem unser Ziel „Unter einer Million geben wir uns nicht zufrieden“ war, spielten wir weiter um dann am Ende das Casino um 10 Dollar reicher gemacht zu haben.

Viel Zeit hatten wir ja auch nicht mehr, denn wir mussten schon bald zum Boarding. So konnten wir jetzt doch nicht auf First-class upgraden und sitzen jetzt in Reihe 14 in engen Sitzen um in das regnerische Philadelphia und dann von dort aus ins sonnige München zu fliegen.

„Nur noch“ 12 Stunden Flug und wir landen dann morgen früh in München. Glücklich und zufrieden ob der vielen schönen Erlebnisse.

Nachtrag Inzwischen sind wir heil gelandet. Auch der Anschlussflug ging ohne größere Zwischenfälle weiter. Da ich aber in Philadelphia auf die Schnelle keinen Internetanschluss bekommen habe, gibt es den Bericht leider erst jetzt.