4.5.2016: Regentag in Kenmare

Für heute hatte der Wetterbericht ab etwa 11 Uhr leichten Regen vorhergesagt. Beim Aufstehen präsentierte sich die St. Mary Cathedral mit den dahinterliegenden Bergen dementsprechend schon in dramatischem Licht mit Wolken, blauem Himmel und einem glänzenden Regenbogen.

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Nach dem gestrigen anstrengenden Tag mit weiten Fahrstrecken wollten wir es sowieso heute langsam angehen lassen und so gab es erst einmal ein gemütliches Frühstück im Appartement. Anschließend suchten wir noch einen Briefkasten, dem ich meine Ansichtskarte anvertrauen konnte und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Kenmare.

Dort wollten wir uns „den größten Steinkreis im ganzen Südwesten“ anschauen. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Fotostopp an einer alten Kirche und einer romantischen Brücke mit kleinem Wasserfall, verpassten aber aufgrund hohen Andrangs und „weil wir das ja gestern schon gesehen hatten und was soll man in den Wolken und dem Dunst schon groß sehen?“ den Haltepunkt Ladies View. Im Vorbeifahren sah ich dann kurz, was wir verpasst hatten. Dramatisches, mystisches Licht mit einem Regenbogen über den Seen… Wäre toll gewesen.

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Kenmare, ein nettes, lebhaftes Städtchen, begrüßte uns mit seinem Wochenmarkt. Dort hatte der Regen, der zwischenzeitlich eingesetzt hatte, auch noch einmal eine Pause eingelegt und so bummelten wir durch den Ort und genehmigten uns ein Sandwich zum Mittagessen. Anschließend begutachteten wir den Steinkreis Kenmares, der uns aber nicht so gut gefallen hat wie der Kreis, den wir am Sonntag gesehen hatte.

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Inzwischen regnete es auch in Kenmare wieder, ganz fein, aber durchdringend. Trotzdem fuhren wir noch einmal zu Molly Ganavan’s Cottage, einem nett hergerichteten alten Anwesen direkt an der N 71, das wir schon auf der Hinfahrt nach Killarney gesehen hatten. Hier wird die Geschichte von Molly, die Anfang des letzten Jahrhunderts dort lebte und einen illegalen Pub mit selbstgebranntem Whiskey betrieb, aber auch allgemein das harte Leben der Landbevölkerung der Gegend mit der Hungersnot in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts beschrieben und dargestellt. Wunderschön, mit äußerst kontaktfreudigem Schweinchen, zwei süßen Eseln und zwei Enten, die schnell angewatschelt kamen als wir das Gelände betraten. Faszinierend zwei steinzeitliche Steinlinien, mit denen schon damals die Menschen den Jahreslauf berechneten. Leider war es richtig, richtig nass, windig und kalt.

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Um uns wieder aufzuwärmen, genehmigten wir uns im Tearoom des Cottage danach heißen Tee mit Milch und, typisch irisch, Scones mit gesalzener Butter und Marmelade. Urgemütlich und lecker – da vergisst man jede Kälte und die Nässe.

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Anschließend ging es auf dem gleichen Weg wieder nach Hause. Unterwegs machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einer Sheep Farm, wo es unter anderem auch Vorführungen mit Border Collies gibt. Falls es die Zeit erlaubt, wollen wir uns das vielleicht noch anschauen. Falls nicht, dann ein anderes Mal. 🙂

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Auch Killarney regnete es noch, als wir nach Hause kamen. Erst gegen 20 Uhr ließ der Regen nach uns wir konnten von unserem Appartement aus zuschauen, wie schnell sich die Wolken und der Dunst verzogen und sich die Berge wieder klar zeigten.

Auch das ist Irland!

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