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02.05.2018 Über Stirling und Linlithgow nach Edinburgh

Die Nacht im The Knowe Guesthouse war wunderbar erholsam. Das Bett genial, breit und mit genau der richtigen Matratze, einfach toll. Auch die Mitbewohner, eine sechsköpfige Gruppe Franzosen war so leise, dass man nichts von ihnen mitbekommen hatte. Nur Rehe und Eichhörnchen konnte ich auch morgens nicht im Garten sehen. Dafür war das servierte Frühstück super und das Porridge ein Traum.

Nach einem kleinen Plausch mit den wirklich super netten und wahnsinnig bemühten Gastgebern mussten wir das Haus dann leider doch verlassen. Der Besitzer des Hauses hatte uns den Tipp gegeben, dass ganz in der Nähe ein nettes kleines Castle, Doune-Castle, sei, das bekannte “Monty-Pyton-Castle”. Klar, dass das ganz sponan auf die To-Do-Liste gesprungen ist. Außerdem seien die in der Nachbarschaft gelegenen Bracklinn-Falls sehenswert und vom Parkplatz aus seien das nur 5 Minuten Fußweg.

Da ich sowieso einen kleinen Spaziergang machen wollte, entschieden wir uns, die Wasserfälle anzusehen. Nachdem uns unser Gastgeber noch beschrieb, wie ich aus der wirklich extrem steilen Einfahrt auf die Straße abbiegen konnte, ohne dass das Auto hinten aufsetzt, machten wir uns auf den Weg.

OK, ich parkte dann einen Parkplatz “zu früh” und deshalb mussten wir ein Stück Straße laufen, das wir uns hätten sparen können. Dafür ist der Kreislauf aber ganz schön in Schwung gekommen, denn der Weg ging wirklich steil bergauf. Dann waren es aber nur noch eine dreiviertel Meile, also ungefähr einen Kilometer zu gehen. Leider sind 5 Minuten pro Kilometer nicht unbedingt die Zeit, die ich zu leisten imstande bin, so dass es dann doch etwas länger dauerte, bis wir an den Wasserfällen angekommen waren. Allerdings hat sich der Spaziergang auf jeden Fall gelohnt, denn die Fälle sind wirklich beeindruckend und der Weg dorthin führt durch herrliche Natur. Und hier haben wir dann endlich auch das Reh und das rote Eichhörnchen gesehen.

Anschließend fuhren wir zum Doune-Castle, auf das wir uns bereits freuten. Leider erfuhren wir vor Ort, dass das Castle heute aufgrund einer Feier oder eines Jubiläums geschlossen sei. Ob wir denn vielleicht morgen wiederkommen könnten? Nein, können wir nicht, da wir da bereits wieder in Germany seien. Der Überbringer der schlechten Nachrichten war überaus betrübt, dass morgen “alle abreisen”, fand es aber ungerecht, dass ich mich wegen des Wetters beklagte. (Zwischenzeitlich hatte es angefangen zu regnen). Das sei nun mal so in Schottland und schließlich wüsste das jeder. Die ganze Unterhaltung war jedoch mit einem herrlichen Augenzwinkern und mit einem Lächeln auf den Lippen machten wir uns auf den Weg nach Stirling, obwohl wir natürlich enttäuscht waren, dass wir die Burg nicht anschauen konnte.

In Stirling angekommen regnete es noch immer. So fuhren wir gleich zum Parkplatz des Stirling Castle, einem sehr bedeutenden Schloss, in dem unter anderem auch Mary Stewart gekrönt worden ist. In einer der vielen Ausstellungen wurde auch auf das nationale Trauma des ersten Weltkriegs hingewiesen, was die vielen jungen Männer in den Schützengräben alles erleiden mussten und wie unsinnig dieser Krieg war. Sehr nachdenklich verließen wir diesen Ort.

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Zumindest hatte es inzwischen aufgehört zu regnen, dafür war die Mittagszeit überschritten und wir hatten ein bisschen Hunger. Deshalb spazierten wir in die sehenswerte Stadt hinunter – sehr steil das alles – und fanden ein Lokal, in dem wir unsere Abschiedsportion Fish and Chips aßen. Eigentlich wollte ich als Dessert einen Deep Fried, also einen frittierten, Marsriegel bestellen, aber nachdem das Essen selbst schon dermaßen von Fett triefte und ich deshalb nur die Hälfte essen konnte, verkniff ich mir diese Fett- und Kalorienbombe dann doch lieber.

Zurück im Auto schauten wir, wo denn wohl die Deanston Distillery sei. Diese war Ralf von einem seiner Freunde empfohlen worden, weil wir ja in der Tallisker Distillery so entsetzt von dem schottischen Whisky gewesen waren. Die Whiskys dieser Brennerei seien sehr viel milder im Geschmack. Ein Blick in Google Maps zeigte, dass wir das lieber mal gleich heute Morgen getan hätten, denn die Distillery ist tatsächlich in Doune. Na super, also wieder zurück, was aber gottseidank kein so weiter Weg war.

Der empfohlenen Whisky, den es ausschließlich vor Ort gibt, war zwar leider nicht mehr zu bekommen, weil die Charge wegen fehlerhaftem Korken nicht mehr verkauft werden konnte, aber der junge Mann gab Ralf einen anderen Whisky zum probieren. Ja, der war dann doch ziemlich lecker und so wanderte eine Flasche davon ins Reisegepäck, obwohl ich ob des Preises doch leichte Schnappatmung bekommen habe.

Inzwischen war es Nachmittag, aber noch viel zu früh, um nach Edinburgh in unser Flughafenhotel zu fahren. Deshalb zogen wir noch einmal unseren Reiseführer zu Rate und erlebten so ganz zum Schluss noch einmal ein echtes Highlight – Linlithgow Palace, eine gewaltige, uralte Ruine eines Köngspalastes. Der Palast, in dem unter anderem auch Maria Stuart zu Welt gekommen ist, wurde in mehreren Abschnitten seit dem Jahr 1424 errichtet bis er dann durch ein Feuer im Jahr 1746 so stark beschädigt wurde, dass er nur noch als Ruine stehen geblieben ist.

Diese Ruine steht weitgehend unverändert, also nicht rekonstruiert und wieder aufgebaut dort und man kann frei durch alle Bereiche, die nicht einsturzgefährdet oder sonstwie gefährlich sind, durchlaufen und die Atmosphäre aufnehmen. Wir fanden es sehr, sehr beeindruckend und richtig toll, waren wirklich begeistert. Der Besuch dort hat uns eigentlich von allen Castles unserer Reise am besten gefallen, weil es wirklich authentisch war. Die hübsch hergerichteten sonstigen Castles kommen uns immer etwas künstlich vor, aber hier konnte man die Phantasie spielen lassen und sich wirklich vorstellen, wie das Leben dort wohl gewesen ist. Ein echtes Erlebnis, das uns tief beeindruckt hat.

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Dann mussten wir aber doch endlich nach Edinburgh fahren. Um den Flughafen herum erwartete uns aufgrund der Uhrzeit (beste Rush-Hour-Zeit) ein ziemliches Verkehrschaos und so war ich froh, als wir das Ibis Budget-Hotel erreicht hatten. Wir checkten ein – das läuft dort alles per Smartphone, sehr futuristisch – suchten unser Zimmer und schnappten und dann einen dieser Gepäckwagen, um unser Sammelsurium an Gepäckstücken ins Zimmer zu bringen und für die Reise morgen vorzubereiten.

Das hat soweit auch gut funktioniert, bis dann das passiert ist, was Ralf die ganze Zeit schon befürchtet hat: der Autoschlüssel war verschwunden. Gut, er hatte den Wagen ja kurz vorher aufgeschlossen, weg konnte der Schlüssel also nicht sein. Aber es dauerte doch eine geraume Zeit, einschließlich Panikattacken und deftiger Flüche, bis der Schlüssel endlich wieder gefunden war.

Das Gepäck war dann auch bald hergerichtet. Anschließend “genossen” wir noch ein Abendessen im Ibis-Restaurant, Mikrowellenburger, Backofenpommes und aufgebackene TK-Pizza, bevor wir uns zu unserer letzten Nacht im schönen Schottland zurückzogen.

21.04.2018 Edinburgh

Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht verließen wir uns winziges Zimmer um unser Frühstück, das im Preis inbegriffen war, einzunehmen. Auf ein Full Scottish Breakfast müssen wir offenbar noch warten, denn hier gab es nur einfachstes Kontinentales Frühstücksbuffet. Toast, abgepackte süße Brotaufstriche, abgepackte Kellogg’s, Fertigporridge, natürlich abgepackt, Tütenorangensaft, Kaffee und Tee. Hm, für einen ersten Energieschub am Morgen reichts, aber ansonsten war das nix. Ach ja, doch – Ralf musste den legendären Marmite-Aufstrich probieren. Legen wir den Mantel des Schweigens auf diese Erfahrung …

Anschließend machten wir uns auf den Weg in die City. Mit dem Bus war das kein Problem, die Bushaltestelle befand sich direkt vor dem Haus. Super also. Kurz die Erklärungen lesen (wichtig, das Geld muss abgezählt sein, da der Fahrer nichts herausgibt) und schon ging es los. Das Wetter war absolut perfekt – strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen.

Der erste Weg führte uns zum Edinburgh Castle, das man laut Empfehlungen gleich um 9.30 Uhr besuchen soll um den Massen aus dem Weg zu gehen. Dabei machten wir erste Erfahrungen mit dem Gelände der Stadt. Es geht immer steil rauf und runter, für Training ist also gesorgt. Außerdem durften wir unsere erste Schlange hinter uns bringen, bevor wir das Castle betreten durften.

Ach ja: an den Ticketschaltern konnten wir lesen, dass heute um 12 Uhr ein Salutschießen anlässlich des 92. Geburtstags der Queen sein sollte. Das erklärte die Massen an Soldaten, die rumliefen und die “wichtigen”  Menschen, die später in großen Autos mit Chauffeur vorgefahren wurden. Die Salutschüsse werden übrigens nicht, wie in den meisten anderen alten Burgen gesehen, mit viel Brimborium aus gemütlichen, dicken, alten Kanonen abgefeuert, sondern es standen extra dafür hochmoderne, martialisch aussehende Geschosse bereit. Damit wurde mir mal so richtig bewusst gemacht, welch grausame Waffen Kanonen eigentlich sind, fernab von dem folkloristischen “Wr feuern mit viel Theater mal einen Schuss ab”

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Das Castle hat uns gut gefallen, insbesondere die tolle Aussicht, die man von dort oben hat. Auch die schottischen Kronjuwelen mit ihrer wechselvollen Geschichte haben uns beeindruckt. Und die Soldaten in ihren repräsentativen Uniformen, die mit unbewegten Gesichtern Wache standen und es über sich ergehen lassen mussten, wenn sie als Fotoobjekt missbraucht wurden.

Als wir dann raus gingen, wurde uns bewusst, dass wir gut daran getan hatten, so früh dort zu sein. Um die Menschenmassen zu steuern, gibt es nämlich schon weit vor dem eigentlichen Eingang des Castle ein Ampelsystem. Steht die Ampel auf Rot, müssen die Menschen auf dem Platz vor dem Castle warten. Und das taten ganz schön viele…

Dann bummelten wir die Royal Mile mit ihren unzähligen Cashmere-, Tweed-, Kilt-, Whisky- und sonstigen Souvenirgeschäften entlang und bewunderten immer wieder die tollen Gebäude und das Ambiente. Unser Ziel sollte der Holyrood-Palast und Arthur’s Seat sein. Erst mal den Hügel erklimmen und dann sehen wir weiter…

Als wir den Hügel dann erblickten, beschlossen wir, erst einmal eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Der war nämlich größer als gedacht und der Weg sah aus der Ferne ganz schön steil aus. Deshalb besuchten wir einen entzückenden Tea Room und genossen ein Sandwich und eine große Kanne Tee. Dann machten wir uns auf den Weg.

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Dieser war tatsächlich sehr steil und steinig. Außerdem fand gerade ein Rennen statt und ich fand es sehr bedenklich, wie die Läufer sich teilweise dort raufquälten. Da wir auch nicht das richtige Schuhwerk trugen, kehrten wir rasch um und spazierten auf einem bequemeren, besseren Weg in diesem Park in Richtung Gipfel herum. Arthur’s Seat ist nämlich Teil des Holyrood Parks, der seinerzeit königliches Jagdrevier war. Ein wunderschönes Fleckchen Erde, das von den Einheimischen und Touristen intensiv als Naherholungs- und Sportgebiet genutzt wird.

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Das ist mir heute den ganzen Tag aufgefallen: das Wetter war ja, wie bereits berichtet, einfach perfekt. Und ich hatte den Eindruck, dass alle an der frischen Luft waren. Überall spazierten Menschen, trieben Sport und saßen und lagen auf allen verfügbaren Grünflächen herum, feierten oder machten Picknick. Alles sehr entspannt und harmonisch.

Nach unserem Bergspaziergang machten wir uns auf den Weg Richtung New Town, die aber auch schon im 18. Jahrhundert erbaut wurde und somit nicht wirklich “neu” ist. Inzwischen hatten wir jedoch müde Beine und großen Durst. Deshalb waren wir heilfroh, dass wir einen Platz mit einem großen Obelisken und Grünfläche herum fanden, wo sich die Menschen auf dem Rasen niedergelassen hatten. Wir kauften uns zwei Flaschen Wasser, hatten das große Glück, dass gerade zwei Liegestühle frei wurden und genossen einfach die Sonne und den Moment. Wir haben schließlich Urlaub!

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Dann beschlossen wir, einen Hop-on-Hop-off-Bus Richtung Meer zu nehmen. Sich einfach etwas rumfahren lassen und außerdem wollte ich gerne die Royal Yacht “Britannia” ansehen. Die Fahrt in dem offenen Doppeldecker-Bus war sehr interessant und kurzweilig. Leider war der Tag schon so weit fortgeschritten, dass wir die Königliche Jacht nur noch unter Zeitdruck hätten besichtigen können und dafür war es uns dann doch zu teuer. Deshalb warfen wir nur einen kurzen Blick aus der Ferne darauf (nette “Jacht” ist das…) und fuhren dann weiter.

Nach Ende der Fahrt suchten wir uns einen netten Pub, in dem wir unser Abendessen zu uns nahmen und anschließend bummelten wir ein letzes Mal bei herrlichem Abendlicht durch die Stadt.

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Auf dem Weg zum Bus trafen wir noch auf eine Band, die mit Dudelsack, Gitarren und Schlagzeug tolle Musik machten. Bei “Wish you were here” von Pink Floyd war Ralf dann endgültig im 7. Urlaubshimmel.

Wish you where here - schottische Version.
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Nachdem wir den richtigen Bus zurück gefunden hatten und wieder zurück im Hotel waren, genehmigten wir uns nach diesem perfekten Tag in Edinburgh noch ein Bier im angeschlossenen Pub und werden heute Nacht bestimmt wieder gut schlafen.

Morgen holen wir uns unseren Mietwagen für den Rest des Urlaubs ab und es geht Richtung Norden. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf die nächsten Tage – auch wenn der Wetterbericht nichts allzu gutes verspricht. Typisch wechselhaftes Schottland-Wetter statt perfekten, trockenen Frühlingstagen.

20.4.2018 Flug nach Edinburgh

Fast hätten wir es nicht mehr geglaubt, aber heute war es soweit. Nachdem wir fast pünktlich nach Plan gegen 12:00 das Büro verlassen haben, ging es gleich zum Flughafen. Der Flug ging zwar erst um 17:55, aber nach einigen anstrengenden Monaten wollten wir einfach nur noch in den Urlaub.

Die Fahrt zum Flughafen ging problemlos und wir machten uns gleich auf zum Check In. Wahnsinn, keine Schlange, wir konnten unsere Koffer sofort loswerden und bekamen diesmal sogar zum E-Ticket keinen Papierausdruck mehr.

Nur noch mit den Handgepäckrucksäcken bewaffnet machten wir uns gleich auf dem Weg zum Airbräu um uns ein letztes deutsches Mittagessen und zwei Radler zu gönnen. Hier kamen wir zum ersten mal ein wenig runter, das erste Urlaubsgefühl stellte sich ein.

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Derart gestärkt machten wir noch eine Runde durch die Geschäfte, gaben noch ein wenig Geld aus um dann auf der Aussichtsterasse des Terminals 2 unser Freitags-Kuchen-Ritual zu feiern und bei sonnigen 25 Grad dem Betrieb auf dem Rollfeld zuzuschauen.

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So verging die Zeit und wir fühlten uns endlich im Urlaub angekommen.

Passkontrolle und Security gingen diesmal auch ohne Warteschlange und problemlos. Und wir warteten dann bei einem Glas “Endlich ist Urlaub”-Sekt auf unseren Flug.

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Auch hier verlief ausnahmsweise alles problemlos. Die Wahl, die XL-Sitze zu buchen war für Juttas lange Beine genau richtig und die Mitreisenden, waren bis auf 4 feierwütige junge Männer, angenehm. Ehe wir es uns versahen waren wir schon über der Nordsee und nach einiger Zeit war auch die Ost-Küste Großbritanniens zu sehen.

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Da wir in der dritten Reihe saßen, waren wir nach der Landung schnell aus dem Flugzeug und die Passkontrolle war auch gleich erledigt. Und am Gepäckband erwartete uns ein kleines Wunder: Juttas Koffer war der erste auf dem Band. Das hatten wir noch nie. 🙂

Da wir keine Lust mehr hatten, uns am ersten Abend gleich mit dem Bussystem Edinburghs auseinanderzusetzen, gönnten wir uns ein Taxi zum Hotel. Der Fahrer war sehr redselig, nur leider haben wir aufgrund der geringen Lautstärke der Gegensprechanlage und seines schottischen Akzents nicht viel verstanden. Aber er versicherte uns am Ziel, dass es ein Gerücht sei, dass die Briten 15 Grad als sommerlich betrachten würden und in T-Shirts rumlaufen würden.

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Für das Zimmer mussten wir erst an die Tresen im Pub, das dem Hotel angeschlossen ist. Dort erklärte uns ein junger Mann im breitesten schottischen Dialekt, was wie funktionert – auch hier verstanden wir nur die Hälfte, haben aber Hoffnung, dass wir uns im Laufe der Zeit reinhören werden.

Das Zimmer selbst ist winzig , aber zweckmäßig und nach einer kleinen Runde die Straße rauf und runter gönnten wir uns im Pub des Hotels noch zwei Lager und zwei Sandwiches mit Beilagen.

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Jetzt heißt es nur noch schlafen. Wir sind schlag kaputt und morgen wollen wir ja die schottische Metropole erobern.