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5. Tag: Von Needles über die Route 66 nach Tusayan (Grand Canyon)

Der heutige Tag ist wieder ein „Fahrtag“ über die historische Route 66.

Trotz der hinter dem Gebäude verlaufenden Bahnlinie konnte ich ganz gut schlafen, auch wenn ich immer noch recht früh wach werde. Aber immerhin war es heute schon 6.30 Uhr. Langsam wird es also!

Frühstück gibts im neben dem Best Western liegenden Juicy’s Café.  Im Übernachtungspreis inbegriffen ist eine Portion Rührei mit Schinken, Hashbrowns und ein „Biskuit“, eine Art weiches Brötchen. Mir reicht das locker, aber Ralf kann den Banana Nut Pancakes nicht widerstehen und ordert zusätzlich noch 1 Rührei mit Bacon. Alles sehr lecker.

Danach checken wir aus. Über Nacht ist es um einiges kühler geworden, außerdem ist der Himmel bewölkt. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind nicht so toll, bewölkt, stellenweise leichter Regen und sogar Gewitter. Der im Süden tobende Hurricane „Lee“  hat Auswirkungen bis hier .  Aber egal, wir lassen uns die Laune nicht verderben und starten wohlgemut Richtung Oatman an der Route 66. Der heutige Tag ist ein besonderes Highlight besonders für Ralf. Ich lasse es auf mich zukommen.

Auf dem Weg nach Oatman werden wir von der österreichischen Motorradgruppe aus dem Motel überholt. Die werden wir wohl noch häufiger treffen. Auf dem Weg ins Gebirge weisen uns Schilder auf wild lebende Esel hin, auf die wir achten sollen, Und tatsächlich kommen wir an einer Gruppe Esel vorbei, die sich an der Straße häuslich niedergelassen haben. So niedlich! Insbesondere ein Fohlen, das da liegt hat es mir angetan. Lustig  finde ich, dass es einen Aufkleber auf der Stirn hat.

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In Oatman, einer alten Westernstadt, angekommen treffen wir die Motorradgruppe wieder und stellen amüsiert fest, dass das Treffen wohl nicht das letzte war (war es dann aber doch, zumindest für heute). Ansonsten sind alle Häuser typisch amerikanisch im alten Westernstil hergerichtet und überall kann man Andenken kaufen. Sieht ganz nett aus, aber mir fehlen die Esel, auf die hier überall hingewiesen wird und deren Hinterlassenschaften man auf der Straße sieht und vor allem riecht. Auch Eselfutter kann man kaufen. Und man erhält den Hinweis, dass man Esel mit Aufkleber auf der Stirn bitte nicht füttern soll, da diese das wohl nicht vertragen und sterben müssten. Ich nehme an, dass die Esel noch in der Wildnis sind, weil es noch so früh am Tag ist und sehr wenige Touristen unterwegs sind.

DSC_0540 DSC_0536 DSC_0532 DSC_0548Also geht es weiter auf der „Mother Road“, die sich hinter der Oatman malerisch durchs Gebirge schlängelt. Kaum vorstellbar, dass diese Sträßchen einmal eine wichtige Hauptverkehrsverbindung von Ost nach West war. Aber sehr schön alles.

DSC_0562 DSC_0563Danach wird es für mich etwa eintöniger. Zwar ist die Landschaft immer noch schön und abwechslungsreich, aber irgendwie reißt mich das alles nicht vom Hocker. In Kingman machen wir einen Stopp und besichtigen das Museum, in dem die Geschichte der Straße dargestellt wird. Sehr interessant und beeindruckend.

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Und weiter…. Meile um Meile fahren, unterbrochen von „historischen“ Gebäuden mit alten, verrrosteten Ami-Schlitten davor und natürlich Andenkenladen. Ralf ist begeistert und macht viele Fotos, aber mir fehlt irgendwie der Sinn für diese Art von Romantik. Nicht, dass ich genervt bin oder es schlimm finde, aber es reißt mich einfach nicht vom Hocker.

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So bin ich froh, dass wir nach einer Rast in Lilo’s Café in Seligman, wo es amerikanisches und deutsches Essen und einen Besitzer, der zwischen 1958 und 1962 als GI in Deutschland stationiert war und dem Bier und den Schnitzeln hinterhertrauert, aber immerhin eine in Wiesbaden gebürtige Frau mitgenommen hat, bald auf die Interstate Richtung Williams / Grand Canyon abbiegen können.

DSC_0632 DSC_0647 DSC_0637 DSC_0635In Tusayan angekommen beziehen wir unser schönes Zimmer in der Red Feather Lodge, in der wir schon bei unserem ersten Grand-Canyon-Besuch gewohnt hatten und fahren zu einer ersten Stippvisite an den Canyon. Er ist tatsächlich noch da, ist aber ziemlich dunstig. Das liegt daran, dass es heute doch ziemlich geregnet hat. Jetzt scheint zwar die Sonne, aber es ist nur noch um die 60 Grad Fahrenheit warm.  Außerdem sind die Wetteraussichten für morgen ziemlich bescheiden.  Unsere geplante Wanderung in den Canyon hinein werden wir wohl verschieben müssen. Das sehen wir dann morgen.

DSC_0669 DSC_0681 DSC_0680Gegessen haben wir bei Sophie’s Kitchen mexikanisch. Pappsatt sind wir und das Essen war auch ganz lecker.

Morgen sehen wir weiter.

Unsere heutige Route:


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4. Tag: Von Death Valley nach Needles

Nach einer ruhigen Nacht, natürlich wieder um 3 Uhr unterbrochen (wann hört der Jetlag endlich auf?) treibt es uns um 6 Uhr schon auf die Beine. Wir wollen ja im Death Valley noch einiges anschauen, möglichst nicht in der größten Mittagshitze. (Haha, gestern war der Temperaturrekord ungefähr 1 Stunde nach Sonnenuntergang mit 46 Grad (Danke für die Info, Konny!))

Nachdem unser Zimmer über eine kleine Terrasse mit zwei Schaukelstühlen verfügt, machen wir uns mit der im Zimmer befindlichen Kaffeemaschine einen Kaffee und setzen uns raus. Der Blick geht über eine große Rasenfläche umstanden von hohen Bäumen. Alles ist noch ruhig, noch nicht einmal die Roadrunner haben ihren Dienst angetreten. Wahrscheinlich ist denen noch zu kalt. Ich schätze, es hat so um die 30 Grad Celsius. So schön, hier könnte ich noch ein bisschen bleiben.

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Aber wir müssen ja weiter. Also ab unter die Dusche. Hier stelle ich mal wieder fest, dass es im Death Valley tatsächlich kein kaltes Wasser gibt. Es gibt die Auswahl zwischen warmem Wasser (gerade richtig zum Duschen) und heißem Wasser. Das kommt wohl daher, dass  die Wasserleitungen von der warmen Quelle des Anwesens, die auch den Pool speist, versorgt werden. Runterkühlen wäre offenbar mit zusätzlichem Energieaufwand verbunden und so bleibt es eben dabei, dass das Wasser warm aus der Leitung kommt. Finde ich gut!

Die Furnance Creek Ranch ist sowieso relativ weit, was den Umweltschutz betrifft. Der Müll wird getrennt nach „normalem“ Müll und recyclebarem Müll. Das liegt am kalifornischen Gesetz, das dies vorschreibt. Fällt aber trotzdem positiv auf, auch wenn natürlich weiterhin leider nicht auf Müllvermeidung geachtet wird. Alles ist zum wegwerfen. Als weiteren Pluspunkt für die Umwelt betreibt die Farm ein eigenes Solarkraftwerk. Eigentlich kaum verwunderlich aufgrund der Lage, aber trotzdem sehr fortschrittlich für die USA. In Las Vegas, das ja auch nicht gerade unter Sonnenmangel leidet, sieht man vom Stratosphere Tower keine einzige Solarpaneele glitzern …

Dann machen wir uns zu Fuß auf Richtung Café, um zu einem Frühstück zu kommen. Das wird auch hier in Buffetform angeboten und in rustikaler Umgebung (ja, ich liebe in den USA diesen Touri-Kitsch!) versorgen wir unsere Mägen mit den notwendigen Kalorien. Und weil wir Urlaub haben, kriegen sie auch gleich noch ein paar Bonuskalorien obendrauf.

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Danach machen wir noch einen kurzen Spaziergang über das Anwesen. Sehr schön gemacht und durchaus auch für einen längeren Aufenthalt geeignet mit Pool, Tennisplätzen und Golfplatz. Ach ja, die Golfspieler hatte ich gestern schon von unserer Terrasse kurz beobachtet. Sehr sportlich unterwegs. Kommen mit Golfwagen angefahren, steigen kurz aus, machen ihren Schlag, springen schnell in den Wagen zurück um weiter zu fahren. Ist ja auch heiß hier, da kann man nicht so weit zu Fuß gehen. 😉

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Schnell noch die Taschen packen und das Auto beladen. Dann geht es nach dem Auschecken zum ersten Tanken. Ganz günstig ist es nicht gerade dort, was aber kein Wunder ist. Die hiesige Tankstelle ist die einzige weit und breit und außerdem ist in Kalifornien das Benzin sowieso sehr teuer. Nachdem ich in Las Vegas an den Tankstellen Preise um die 3,50 Dollar pro Gallone gesehen hatte, müssen wir hier 5,20 Dollar zahlen. Nützt aber nix, ohne Benzin gehts nicht weiter. Wenigstens hat Ralf relativ bald raus, wie das Tanken funktioniert und so können wir bald los.

Unser Weg führt uns Richtung Süden zu den Badwaters. Auf dem Weg dorthin biegen wir aber zuerst auf den Artists Drive ab, der uns auf einer Einbahnstraße (Gott sei dank – ich hasse enge, kurvenreiche Bergstraßen, auf denen man ständig mit Gegenverkehr rechnen muss um dann irgendwie aneinander vorbei zu kommen) durch eine beeindruckende Berglandschaft geführt wird. So toll! Wir machen natürlich einige Stopps und genießen die Szenerie.

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Auf dem weiteren Weg Richtung Badwaters gibt es dann die kurze Stichstraße zum Devils Golf Course. Leider ist die Straße unbefestigt, was mich in Sorge um unseren Hyundai versetzt (und der junge Mann an der Vermietstation wollte uns doch unbedingt den SUV verkaufen, den wir trotzdem abgelehnt hatten…), aber wir meistern die Strecke trotzdem ohne Zwischenfall. Der Golf Course ist eine öde Landschaft mit riesigen, von einer Salzkruste überzogenen Brocken. Da kann tatsächlich nur der Teufel Golf spielen!

DSC_0409DSC_0351Bald erreichen wir Badwaters und damit den tiefsten Punkt des Kontinents. Er befindet sich 85,5 m unterhalb des Meeresspiegels und ist eine riesige Salzwüste mit einigen Wassertümpeln, die aufgrund des Salzgehaltes natürlich als Trinkwasser ungeeignet sind. Das ist natürlich für uns Menschen heutzutage unerheblich, weil alle Besucher mit Trinkwasserflaschen in der Hand rumlaufen. Für die frühen Siedler, die hier damals durchzogen muss das aber eine Riesenenttäuschung gewesen sein, da sie auf Wasser hofften. Daher stammt auch der Name. Schlechtes Wasser eben.

Es ist schon wieder ordentlich heiß. Ich finde diese Hitze toll – entspannend und heilend. Irgendwie wie Sauna. Größere Aktivitäten sind so natürlich absolut unmöglich, auch möchte man nicht allzu lange diesen Temperaturen ausgesetzt sein, aber bei unseren kurzen Stopps bin ich immer wieder begeistert. Man merkt auch, wie schnell der Körper austrocknet und oft nach Wasser verlangt. Schwitzen tut man eigentlich gar nicht bzw. man merkt nicht, dass man schwitzt, weil der Schweiß offenbar sofort verdunstet. Für mich eine supertolle und beeindruckende Erfahrung.

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Danach machen wir uns auf den Weg Richtung Needles. Der Rest des Tages ist als Fahrtag eingeplant. Wir wollen heute etwas früher als sonst am Ziel sein, um ein bisschen „abhängen“ zu können, einmal den Pool zu besuchen und NICHT todmüde oder im Halbschlaf den Reisebericht schreiben und die Fotos sichern zu müssen.
Die Fahrt ist trotz allem aber wieder der Hammer. Die Landschaften ändern sich ständig und es sind so VIELE. Ja, die USA haben unendlich viel Landschaft! Hört sich doof an, ist aber so. Das Land ist so groß und geht so verschwenderisch mit Landschaft um. 🙂

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In Needles angekommen finden wir gleich das gebuchte Best Western. Als wir aus dem Auto aussteigen, merken wir, wie heiß es wieder ist. Auf der Fahrt, die uns ständig bergauf und bergab geführt hatte, schwankten die Temperaturen zwischen 97 und 107 Grad. Hier in Needles schlagen uns windige 113 Grad Fahrenheit entgegen. Ein Gefühl, als würde man mit von einem warmen Fön angeblasen oder von der Abluft der Klimaanlagen, die überall angebracht sind. „Wieso machen die mit ihren Klimaanlagen so viel warme Luft“ Unser Zimmer ist wieder in bewährter Best Western-Manier geräumig und sauber. Und vor allem  kühl! Leider führt hinter dem Hotel die Bahnlinie mit ihren kilometerlangen Zügen, die aber nur im Schneckentempo unterwegs sind vorbei. Immerhin gibt es offenbar keinen Bahnübergang im Ort, denn sie hupen wenigstens nicht. Bin trotzdem gespannt, wie ich heute Nacht schlafen werde.

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Nach dem Ankommen kurzes Checken des Internet. Hurra, hier gibt es das erste kostenlose WLAN  der Reise! Dann gleich die Kaffeemaschine anwerfen und anschließend geht es an den Pool. Wir haben ihn ganz für uns alleine – herrlich! Zwischenzeitlich fährt eine riesen Gruppe Harley-Davidson-Fahrer vor. Nach den ersten Worten, die wir im Pool liegend hören können, ist klar: Österreicher. Die älteren Herren erfüllen sich offenbar einen Lebenstraum und fahren mit gemieteten Harleys die Route 66. Sehr cool.

Neben diesen Österreichern hatten wir beim Check-In Schweizer vor uns. Es ist uns eh schon aufgefallen, dass auffällig viele Schweizer unterwegs anzutreffen sind. Der gute Wechselkurs des Schweizer Franken zum Dollar animiert offensichtlich viele Eidgenossen, die USA zu bereisen. Gute Idee, die durchaus von uns nachvollzogen werden kann.

Zum Essen geht es auf die andere Straßenseite ins Wagon Wheel Restaurant. Urig im Route 66-Look eingerichtet mit kerniger Bedienung. Also wieder ganz nach unserem Geschmack. Leider passe ich beim Bestellen meines Essens nicht richtig auf und erwische ein fritiertes Steak mit einer dicken weißen Mehlpampe. Hmpf, nicht unbedingt mein Favorit bisher. Hab zumindest die Soße abgekratzt und zur Seite geschoben und so hat’s zumindest zum Satt werden gereicht. Ralf hatte den besseren Riecher und hat ein ordentliches 12-Unzen-Steak mit Backofenkartoffel gegessen. Sah sehr lecker aus. Nein, nein, ich bin nicht neidisch! *grummel*

Morgen geht es Richtung Grand Canyon. Dort werden wir erst einmal einen Temperatursturz erleben. Nur etwas über 20 Grad Celsius, abends 7 Grad. Am Dienstag, an dem wir eigentlich unsere große Wanderung geplant hatten, soll es gewittrig sein. Wer mich kennt, weiß, dass ich bei Gewitter ganz sicher nicht draußen unterwegs sein werde. Wir werden also den Wetterbericht genau im Auge behalten und notfalls erst am Mittwoch in den Canyon wandern. Wir lassen uns bestimmt nicht unterkriegen!

Unsere heutige Route:


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3. Tag: Von Las Vegas nach Death Valley

Auch heute weckt mich der Jetlag schon um 4 Uhr, nachdem er mich gestern um 22 Uhr gnadenlos in den Schlaf getrieben hatte. Naja, aber 4 Uhr geht ja gar nicht, also noch einmal weiter schlafen bis 6 Uhr. Dann ist aber wirklich Schluss. Also aufstehen, duschen und für die Weiterreise vorbereiten. Schließlich haben wir ja heute einiges vor.

Zuerst aber Frühstück! Nachdem wir gestern vom Brunch-Buffet im Stratosphere sehr angetan waren, wollen wir heute noch einmal dort Energie für den Tag laden. Also packen wir grob unsere Taschen für die Abreise und machen uns auf den langen Marsch durchs Casino Richtung Buffet. Obwohl es erst 7 Uhr morgens ist, ist das Casino gut gefüllt mit Spielern, die schon (oder noch?)am Spieltisch sitzen. Aber wir haben ja unser Ziel vor Augen und marschieren zügig hindurch. Vor dem Eingang zum Buffet bleiben wir allerdings hängen. Uns fällt ein, dass es Samstags und Sonntags im Stratosphere einen Champagner-Brunch gibt. Kostet 19,90 Dollar und damit 5 Dollar mehr als der normale Brunch. Hm, nö, wollen wir nicht. Schließlich müssen wir heute mit dem Auto unterwegs sein, da kommt Alkohol nicht so gut. Und einfach so 5 Dollar mehr ausgeben? Nö!

Also entschließen wir uns, dem im Haus ansässigen McDonalds einen Besuch abzustatten um dort unsere Premiere in Sachen Frühstück zu erleben. Wenn schon kein Brunch-Buffet, dann wenigstens etwas richtig Perverses …

Wir wählen beide ein „Big Breakfast“ und einen Kaffee und bekommen eine Styroporschale mit einem Rührei, einer Scheibe „Wurst“ (sah aus wie ein Hamburgerbratling, schmeckte aber, naja…), ein Rösti, ein „Brötchen“ und drei Pfannkuchen, Dazu diverse Schälchen und Tütchen u.a. mit Sirup, mit Marmelade, Salz und Pfeffer usw. Schmeckt sehr gewöhnungsbedürftig, wobei ich mich eigentlich daran gar nicht gewöhnen WILL. Aber wenigstens der Kaffee ist ziemlich gut. Auf jeden Fall besser als gestern, als ich den Kaffee ungetrunken zurückgeschickt hab, weil er gar so arg schlecht schmeckt.

Nach dem Frühstück erst einmal endgültiges Einpacken unserer Sachen, auschecken und dann gehts endlich los, raus aus der Stadt. Zuerst ist noch einiges los auf der Straße, aber bald schon ist kaum ein Auto zu sehen. Herrlich, ganz nach meinem Geschmack.

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Auf dem direkten Weg geht es Richtung Death Valley. Die Landschaft, die ja ab der Stadtgrenze von Las Vegas Wüste ist, wird felsiger und langsam wandelt sie sich zur charakteristischen Death-Valley-Landschaft, die man von Fotos kennt. Sehr beeindruckend!

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Wüstenspaziergang
Wüstenspaziergang

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Das Visitor-Center dieses Nationalparks befindet sich direkt bei der Furnace Creek Ranch. Wir kaufen unseren Annual Nationalparkpass und gehen versuchsweise in die Hotelrezeption, obwohl es erst 12 Uhr ist. Zu unserem Erstaunen bekommen wir schon jetzt unsere Schlüssel und können unser Zimmer  beziehen. Schön kühl ist es hier drinnen, denn draußen ist es verdammt heiß. Kurzes Verschnaufen mit Mittagspause, bei der wir unser Pfirsiche essen.

Unser Hotelzimmer
Unser Hotelzimmer
Umlaute sind in den Staaten in :-)
Umlaute sind in den Staaten in 🙂

Wir checken noch einmal kurz die Nationalparkkarten und entschließen uns, heute Richtung Norden zu Scotty’s Castle zu fahren. Dieses Gebäude mitten in der Wüste wurde in den 1930/40 er Jahren von einem Abenteurer zusammen mit seinem reichen Freund gebaut und sieht aus wie ein im spanischen Renaissancestil erbautes Schloss. Ein Parkranger führt die Gruppe durchs Gebäude und hat sichtlich Spaß an den eingebauten Spielereien.

Ein Schloss mitten in der Wüste
Ein Schloss mitten in der Wüste

Danach fahren wir noch zu einem alten Vulkankrater. Ein sehr beeindruckender  Ausblick, aber nachdem es so stürmisch ist, entschließen wir uns, nicht den am Kraterrand entlang führenden Trail zu gehen. Mal ganz davon abgesehen ist es immer noch sooo heiß.

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Daher fahren wir zurück Richtung Furnace Creek Ranch. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit  – es ist fast Sonnenuntergang – fahren wir noch zum Zabriskie Point. Dieser soll bei Sonnenunter- oder aufgang am schönsten sein. Ja, die Landschaft ringsum ist der Hammer! Aber die Sonne steht doch noch relativ weit oben am Himmel und daher dauert das, bis sie endlich untergeht. Zusammen mit vielen anderen beobachten wir das Schauspiel und bewundern die Farben an den Felsen, die sich ständig  verändern. Klasse!

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Zabriskie Point
Zabriskie Point

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Nachdem die Sonne hinterm Horizont verschwunden ist, machen wir uns zurück auf den Weg Richtung Ranch. Insbesondere der Hunger ruft nicht zurück nach Hause Wir essen noch einmal einen Hamburger, kaufen uns im angeschlossenen Lade noch zwei Dosen Bier ein und dann wanken wir Richtung Zimmer.

Mein Fazit heute: Death Valley ist toll! Dieses Dahingleiten durch die weite Landschaft lässt mich total runter kommen. Urlaub!

Death Valley ist verdammt heiß! Insbesondere in den niedrigen Regionen, die ja unterhalb des Meeresspiegel liegen, steigt die Temperatur auf fast unerträgliche Werte an. Nach Sonnenuntergang haben wir den höchsten Wert bei 116 Grad Fahrenheit gemessen. Keine Ahnung, wieviel das in Celsius sind, aber es ist richtig, richtig heiß. Körperliche Anstrengungen fallen bei diesen Werten komplett flach.

Und jetzt bin ich schon wieder so müde. Der Jetlag hat mich leider noch immer voll im  Griff. Oder vielleicht auch die Hitze. Oder die herannahende Erkältung, die ich aber nach Kräften ignoriere und damit bekämpfe. 🙂 Man wird sehen.

5. Tag: Ventura – Joshua Tree

Nach einer wunderbaren Nacht in unserer Suite genießen wir noch das im Preis inbegriffene Frühstück im Holiday Inn und machen uns dann wieder auf den Weg.

Die Tante führt uns brav wieder auf die 101 Richtung Los Angeles. Mir fällt wieder einmal auf, dass ich auf der Autobahn, nein, falsch, dem Freeway, mit seiner Geschwindigkeitsbegrenzung von 65 Meilen ständig überholt werde, obwohl ich mittels Cruise Control exakt meine 65 Meilen halte.

Allerdings wird bei weitem nicht so aggressiv gefahren wie in Deutschland. Was mir auch noch schwer fällt, ist, nicht immer rechts zu fahren. Das ist nämlich gerade an Einfahrten ziemlich blöd, weil die Einfahrenden erbarmungslos auf die Spur ziehen. Sie gehen ganz offensichtlich davon aus, dass man schon so rücksichtsvoll sein wird und auf die Bremse steigt. Hmpf, tut man dann ja auch, aber es ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Von daher, und weil manchmal die rechte Spur einfach von der Autobahn runter führt, ist man weiter links besser bedient. Aber es fällt mir trotzdem schwer. Schließlich haben wir Deutschen das Rechtsfahren ja sozusagen schon mit der Muttermilch eingesogen.

Nach ungefähr einer Stunde Fahrt wird der Verkehr merklich dichter. Los Angeles kündigt sich an. Da wir aber Gott sei dank Sonntag haben, gibt es keine Staus und wir fahren dank der Tante ohne Probleme am Nordrand der Stadt vorbei. Da der Verkehr doch recht dicht war, konnte ich leider kaum einen Blick auf die vorbeiziehenden Gebäude erhaschen, aber zumindest die Ausfahrtschilder „Hollywood Next 9 Exits“ habe ich erkannt. Wir waren also tatsächlich dort!

Nur nicht die falsche Spur nehmen!
Nur nicht die falsche Spur nehmen!
Typische Autobahnsituation in Los Angeles
Typische Autobahnsituation in Los Angeles

Was ich dort zum ersten Mal gesehen habe, sind Fahrspuren auf der Autobahn extra für Busse und „Carpools“. Carpools sind, wie Ralf mir erklärte, Autos, die mit mindestens 2 Personen besetzt sind. Stellenweise wurde der Begriff „Carpool“ auch noch enger ausgelegt, so dass während der Rushhours nur Autos mit mindestens 3 Personen diese Sonderspuren benutzen dürfen. Für diese gelten also auch besondere Vergünstigungen. Eine gute Idee, wie ich finde.

Kurz nach der Stadtgrenze von Los Angeles wird die Landschaft merklich karger. Die Wüste greift wirklich nach der Stadt oder sollte man sagen, die Stadt greift nach der Wüste? Jedenfalls kann man sich sehr gut vorstellen, dass die Außenbezirke immer wieder durch Waldbrände bedroht werden.

Windkraftpark am Stadtrand von Los Angeles
Windkraftpark am Stadtrand von Los Angeles

Irgendwann beschließe ich, dass wir mal wieder tanken sollten, denn wir haben ja im Internet gelernt, dass die Tankstellen in der Wüste nicht allzu dicht gesät sind. Das funktioniert jetzt, beim zweiten Mal, ganz gut. Ralf hat die Sache voll im Griff. Nachdem wir einige Male hin und her gefahren sind, gelingt es uns auch wieder, auf die Autobahn Richtung Osten zu kommen (die Tante versucht uns aus unerfindlichen Gründen immer in die falsche Richtung zu schicken) und bald darauf geht es runter von der Autobahn auf den Highway.

Hier bekommen wir einen ersten Eindruck von der Wüste, obwohl der Verkehr immer noch relativ dicht ist und sich auch alle paar Meilen noch eine Ansiedlung am Highway befindet. Aber diese Ansiedlungen sehen zum großen Teil schon so aus, wie man sie in Filmen sieht (abgesehen von den Schildern der Fastfoodketten und der Motels): kleine staubige Häuschen in einem staubigen Garten, in dem allerlei Gerümpel rumsteht.

Wir erreichen Joshua Tree, in dem wir heute übernachten wollen. Allerdings wollen wir vor dem Einchecken, für das es ja eh noch zu früh ist, in den Nationalpark und vorher noch eine Kleinigkeit essen. Joshua Tree ist ziemlich klein und ruckzuck sind wir durchgefahren. Daher beschließen wir, nach 29 Palms weiter zu fahren und dort nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Schließlich wollen wir in der Wüste ja nicht verhungern.

Wir kehren dann bei Taco Bell`s ein und speisen mexikanisches Fastfood. War ganz lecker.

Mittagessen bei Taco Bell
Mittagessen bei Taco Bell

Danach machen wir uns auf die Suche nach dem Eingang zum Nationalpark. Irgendwie ist das alles nicht zu toll beschildert und die Tante kennt sich auch nicht aus. Aber wir bleiben erfolgreich und finden das Visitor`s Center, in dem wir bei einer netten Rangerin den Nationalpark-Pass erstehen. Mit diesem Pass für 80 $ können wir jetzt ein ganzes Jahr lang alle amerikanischen Nationalparks besuchen. Toll, nicht wahr? Allerdings lohnt er sich schon ab dem 3. Park sagt Ralf.

Eingang zum Joshua Tree National Park
Eingang zum Joshua Tree National Park

Nachdem wir dann nach ein bisschen rumfahren den Eingang gefunden hatten, machen wir uns den 30 Meilen langen Weg durch den Park. Die Landschaft und die Vegetation sind unbeschreiblich, obwohl es anfangs noch keine Joshua Trees gibt. Ralf fotografiert, was die Kamera hergibt.

Eine typische Felsformation im Joshua Tree Nationalpark
Eine typische Felsformation im Joshua Tree Nationalpark
Joshua Trees soweit das Auge reicht
Joshua Trees soweit das Auge reicht
Joshua Tree Nationalpark
Joshua Tree Nationalpark
Wandern zwischen Felsen im Joshua Tree Nationalpark
Wandern zwischen Felsen im Joshua Tree Nationalpark
Der berühmte Skull-Rock
Der berühmte Skull-Rock

Von Zeit zu Zeit gehen Abzweigungen von der Straße ab, die zu besonderen Attraktionen führen. Beim ersten Mal bin ich erschrocken, da der Weg nicht befestigt ist. Aber es ist kein größeres Problem sie zu befahren und wir erreichen den Split Rock, einen riesigen, gespaltenen Felsen (wie der Name schon sagt).

Bei der nächsten Abzweigung wagen wir am Ende der Straße unsere erste Wüstenwanderung. Der Trail ist laut Beschreibung 1,1 Meilen lang und gut erkennbar. Leider ist der Trail kein Rundkurs, so dass wir irgendwann umkehren und ihn zurückgehen. Irgendwie ist das Wandern in der Wüste unheimlich, denn anders als wir es sonst gewohnt sind, gibt es nun einmal keinerlei Anzeichen von menschlicher Zivilisation zu sehen. So weit das Auge reicht nur Landschaft. Kein Haus, keine Hütte, keine Straße sind zu sehen, kein Geräusch ist zu hören, du hast nur den kleinen, sandigen oder felsigen oder steinigen Weg vor dir und irgendwie kein Ziel vor Augen. Es begegnen Dir auch keine anderen Wanderer. Prompt überfällt mich ein mulmiges Gefühl und ich befürchte, obwohl es definitiv keine Abzweigung gab, dass wir uns verlaufen haben könnten.

Auf in neue Abenteuer
Auf in neue Abenteuer
Nur nicht vom Weg abkommen
Nur nicht vom Weg abkommen
Unser Wanderweg
Unser Wanderweg

Natürlich haben wir das nicht und irgendwann sind wir am Parkplatz zurück. Puh, das erste Abenteuer ist überstanden.

Der Sankt Andreas Graben
Der berühmte Sankt Andreas Graben

Nachdem wir fürs erste genug haben, fahren wir Richtung Motel. Das Safari Motel hatte bei Trip Advisor ganz gute Bewertungen, aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Die Zimmer sind alt, verwohnt und siffig. Das Bad ist eine Katastrophe, völlig verkalkt und irgendwie eklig. Die Möbel, die irgendwann mal weiß waren, sind dreckig. Immerhin sind die Betten offensichtlich frisch bezogen und die Handtücher sind auch sauber. Für eine Nacht reicht es dann auch aus.

Unser Motelzimmer. Gut, dass es keine Geruchbilder gibt.
Unser Motelzimmer. Gut, dass es keine Geruchbilder gibt.
Nunja - you get what you paid for ...
Nunja – „You get what you paid for …“

Zum Essen gehen wir ins Beatnick Café, das im Stefan Loose Travel Handbuch beschrieben und empfohlen ist. Ralf fühlt sich gleich wohl, weil er an seine Jugendzeit erinnert ist. Eigentlich sieht es aus wie der örtliche Jugendtreff. Bunt angemalt, Farbkleckse auf dem Fußboden. Ein paar alte Sofas und Sessel stehen rum und auch ein paar hohe Tische mit Stühlen. Jugendliche sitzen da und erzählen, andere klimpern auf der Gitarre rum und singen. Alles sehr alternativ.

Auf der Karte steht nicht allzu viel und fast nur Dinge, die ich nicht mag. Ralf und ich bestellen Spaghetti mit Chili. Leider ist der Steamer kaputt, wie die Bedienung uns erklärt und es dauere sehr lange, bis das Essen fertig sei. Ob wir denn lieber was anderes möchten? Nein, wollen wir nicht, wir haben Zeit. Insgeheim freue ich mich, denn dann müssen die Spaghetti ja frisch gekocht werden. Zwischenzeitlich kommt der Salat mit einem eklig sauren Dressing, aber man isst ihn, weil man ja ein paar Vitamine braucht. Das Chili wird in der Mikrowelle aufgewärmt und irgendwann kommen unsere Teller. Die Nudeln sind kalt! Offensichtlich sehr gut abgeschreckt. Das Essen ist ziemlich scheußlich, aber dafür berechnet mir die Bedienung auch irgendwie viel zu wenig. Die Rechnung beträgt 11,31 $ und mehr war das Essen auch nicht wert.

Zurück im Motel surfen wir noch im Internet, buchen eine Unterkunft für den Grand Canyon und sichern die Fotos. Dann versuche ich zu schlafen, aber es ist wieder einmal saukalt im Zimmer. Die dünnen Decken schaffen es nicht, mich warm zu bekommen und so schlüpfe ich wieder einmal in meinen mitgebrachten dünnen Schlafsack. Trotzdem schlafe ich nicht besonders gut, weil meine Füße die ganze Nacht nicht warm werden wollen.

Abendstimmung am Motel bei Joshua Trees
Abendstimmung am Motel bei Joshua Trees

4. Tag: Montery – Ventura

Die Nacht in dem Motel Howard Johnson in Monterey war überraschend ruhig und erholsam. Nachdem ich gestern Abend meinen Schlafsackinlett in Betrieb genommen hatte (nein, die Bettwäsche sah nicht schmuddelig aus, sondern es war soo saukalt in dem Zimmer), bin ich schnell eingeschlafen und habe bis 6.30 Uhr durchgeschlafen. Ralf ging es genauso und somit erkläre ich den Jetlag für überwunden.

Das im Preis inbegriffene Frühstück war überraschend gut. Kaffee, Saft, Toast, gesalzene Butter, Marmelade, Cornflakes und Muffins haben gereicht, die Fahrt gut gesättigt zu beginnen.

Fast gleich nach dem Losfahren bekommen wir einen Hinweis auf den 17-Miles-Drive. Diese mautpflichtige Privatstraße vorbei an den schönsten Anwesen der Gegend wollte ich eigentlich unbedingt sehen. Hm, einige Zeit später geht mir auf, dass wir die Zufahrt zu dieser Straße wohl verpasst hatten, denn es kam kein weiteres Schild mehr. Na egal, zurück will ich dann auch nicht mehr.

Dafür beginnt die Straße gleich ihr schönstes Gesicht zu zeigen. Die Ausblicke sind einfach grandios und wir sind versucht, an jeder Haltebucht anzuhalten um Fotos zu machen. OK, anfangs tun wir das ja auch…

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Highway 1
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Highway 1

Nach einiger Zeit beschließe ich, dass wir auch mal runter zum Strand gehen müssen. Gesagt, getan, wir halten an und gehen den Pfad durch die Dünen zum Strand. Es ist so wunderschön und beeindruckend! Unten sieht man, dass die Wellen wirklich ganz schön gehen, aber es ist toll. Der Strand ist ziemlich steil und man sieht, dass das Wasser bei Flut wohl ziemlich hoch kommt.

Tja, und dann kommt mir die seltsame Idee, dass ich doch unbedingt mal fühlen muss, wie kalt das Wasser ist. Ich gehe also zum Wasser hin, bleibe in gehörigem Sicherheitsabstand stehen und warte, dass eine Welle so hoch schlägt, dass ich meinen Finger reinstrecken kann. Irgendwie wird mir aber jetzt schon mulmig. Es ist schließlich ganz schön kalt, ich habe Turnschuhe an. Was, wenn ich nass werde? Der Strand ist, wie gesagt, ziemlich steil, es könnte knapp werden, wenn ich flüchten muss. Und kaum gedacht, passiert es schon. Eine Welle kommt und damit das Wasser. Ich drehe mich um und will fliehen und gerate vor lauter Hektik ins straucheln. Ein paar Schritte schaffe ich noch auf der Flucht vor dem gefährlichen Meer und dann haut`s mich hin. *grummel* Ralf hat das Ganze natürlich von oben gefilmt. Die Aufnahme wird von mir gesichtet werden und wahrscheinlich gelöscht, so dass die Öffentlichkeit nicht mit diesem Anblick konfrontiert werden wird.

Als wir am Auto wieder ankommen, sehen wir, dass inzwischen eine Gruppe Surfer angekommen ist. Schade, das wäre toll gewesen, ihnen zuzuschauen.

Stand am Highway 1
Stand am Highway 1
Strand am Highway 1
Strand am Highway 1

Und weiter geht`s. Die Landschaft ist einfach unbeschreiblich und Ralf kann nicht aufhören zu fotografieren.

Was mich irritiert ist, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht aufgehoben werden. So schleiche ich immer weiter und stelle mich als rollendes Verkehrshindernis für Nachfolgende dar. Es wird allerdings nicht gedrängelt oder gar gehupt, das Fahren ist einfach angenehm. Ich halte auch immer an einer der zahlreichen Haltebuchten an, so dass jeder Auffahrende immer nur ganz kurz von mir gestresst wird.

Gegen Mittag halten wir an einem Lokal an, essen und trinken etwas und besuchen die restrooms. Das Lokal ist sehr urtümlich eingerichtet (halt so, wie Touristen sich das so vorstellen) und es gibt sogar einen fast originalen „Luke“. Ich bin begeistert.

Ausflugslokal mit Meeresblick
Ausflugslokal mit Meeresblick

Das irgendwann an der Strecke liegende Hearst Castle, das ich eigentlich auch sehen wollte, finden wir dann auch nicht. Als die Tante Navi und führen soll und behauptet, es läge in 240 km Entfernung, beschließe ich, dass ich auch diese Attraktion nicht sehen muss.

Irgendwann wird die CA 1 dann zum HW 101, führt aber noch am Pazifik entlang. Die Küste ist jetzt aber nicht mehr so steil. Nach einiger Zeit wird ein Vista Point angezeigt und ich fahre ihn an. Ich bin gleich erstaunt, wie riesig der Parkplatz ist und dann sehen wir auch den Grund hierfür. Am Strand entlang dieses Parkplatzes liegen hunderte von „Elefantenrobben“ in der Sonne. Es ist ein unglaubliches Schauspiel. Schautafeln informieren über diese Tiere und warnen auch davor, dass sie gar nicht so harmlos sind wie sie aussehen. Ich halte also respektvoll Abstand und finde es sehr beeindruckend, diese wilden Tiere aus der Nähe zu erleben. Irgendwie konnte ich mir nie vorstellen, dass es diese Tiere, die man bei uns nur aus dem Zoo und dem Fernsehen kennt, auch noch in Freiheit gibt. Es ist so schön!

Seeelefanten direkt am Highway 1, unweit von San Simeon
Seeelefanten direkt am Highway 1, unweit von San Simeon
Seeelefanten direkt am Highway 1, unweit von San Simeon
Seeelefanten direkt am Highway 1, unweit von San Simeon
Seeelefanten direkt am Highway 1, unweit von San Simeon
Seeelefanten direkt am Highway 1, unweit von San Simeon

Irgendwann verändert sich die Richtung der 101 und sie führt durch die Berge. Es ist faszinierend, wie sich die Landschaft ständig verändert. Nach längerer Zeit führt die Straße wieder nach unten und nach einem spektakulären Felsdurchbruch sind wir wieder am Meer. Und dann passiert das Drama des Tages!

Ein weiterer Vista Point wird angezeigt und weil Ralf ein paar Schiffe, die sich am Horizont gezeigt hatten fotografieren möchte (und weil wir schon so lange ohne Pause gefahren waren), halte ich an. Wir machen ein paar Fotos und ich hole das Fernglas raus um die Schiffe anzuschauen (die sich dann als Bohrinseln herausstellen). Ralf geht ein bisschen herum und fotografiert weiter. Als wir zum Auto zurückkommen, will ich ihm die Bohrinseln zeigen. Ralf nimmt das Fernglas in die Hand und legt die Digicam auf den Kofferraum des Autos ab. Dann werden wir noch von Leuten angesprochen, weil sie im Wasser etwas gesehen haben, was sie evtl als Wal identifiziert haben, Ralf plaudert ein paar Worte mit ihnen und leiht ihnen das Fernglas. Nein, es ist kein Wal, es sind in Formation schwimmende Wasservögel. Nun, Ralf schaut sich noch die Bohrinsel an, wir steigen ins Auto und fahren weiter. Gerade als ich auf die Freeway auffahre, meint Ralf plötzlich wo denn die Kamera wäre und gleich darauf fällt ihm ein: „Die habe ich auf dem Kofferraum liegen lassen!“

Das letzte Bild der alten Kamera
Das letzte Bild der alten Kamera

Große Hektik bricht aus. Was tun? Gottseidank kommt gleich eine Linksabbiegespur (ja, in den USA gibt’s auf der Autobahn Linksabbiegespuren!), auf der wir wenden können und wir fahren so schnell es geht zurück. Ralf ist hektisch. Ich fahre den Parkplatz langsam entlang. Nichts zu sehen. Am Parkplatzende steht, fast schon auf der Freeway, ein Auto. Ich bin ratlos, weil ja keine Spur von der heruntergefallenen Kamera zu sehen war und halte auch an. Ralf steigt aus, um noch einmal zu Fuß nach der Cam zu suchen. Da wird er von der Dame aus dem hinter uns haltenden Auto angehalten. Sie hat die Kamera gefunden und hat gewartet, da sie davon ausging, dass der Verlierer den Verlust bemerken und zurückkehren würde. Wahnsinn!

Die Kamera sah noch ziemlich gut aus, dafür, dass sie bei ungefähr 30 Meilen pro Stunde vom Auto runtergesaust ist. Leider fehlte der Auslöserknopf und Ralf konnte ihn auch nicht mehr finden. Trotzdem haben wir uns sehr gefreut.

In Santa Barbara hat uns die Tante Navi dann zur Einkaufsstraße geführt und Ralf hat bei Radio Shack (dem amerikanischen Mediamarkt, wie er natürlich gleich wusste) eine neue Canon gekauft. Die Verständigung klappte ausgezeichnet, denn irgendwie ist die Techniksprache ja sowieso Englisch. Megapixel, Gigabyte, SD-Karte – hört sich in englisch genauso an.

Danach wollten wir nur noch ins Motel nach Ventura. Die Tante führte ins brav zum Holiday Inn Express, wo wir eine angenehme Überraschung erlebten. „Hey guys, I have upgraded you to a suite. Right?“ Klar doch, eine Suite zum normalen Zimmerpreis nehmen wir gerne!

Das “Zimmer” ist Wahnsinn. Eine eingerichtete Küchenzeile, Essecke, Sofa und Schreibtisch im abgetrennten Bereich und ein super tolles Kingsize-Bett. Das Bad ist genauso riesig mit Jacuzzi-Badewanne, separater Dusche und diskret verstecktem Klo. Der Blick durch die riesigen, ungefähr 4 Meter hohen Fenster fällt direkt auf den Hafen mit den in der Abendsonne glänzenden Segelbooten. Einfach ein Traum!

Unsere Suite in Ventura
Unsere Suite in Ventura

Essenstechnisch war es ein bisschen schwierig. Wir wollten zu McDonald`s, aber zuerst habe ich eine Richtungsanzeige der Tante missverstanden, dann führte sie uns zu einem Platz, von dem sie behauptete, hier sei ein Mäcki. Nö, war aber keiner und deswegen überfielen wir auf dem Rückweg ein anderes Fastfoodrestaurant (Carrow`s), das aber sehr nett war. Sehr amerikanisch, wie man es sich so vorstellt.

Die Mitarbeiterin an der Kasse war begeistert, als wir erzählten, wir seien aus Deutschland und zeigte uns andere Gäste, die auch aus Deutschland waren. „Hey, you`re really cool!“

Auch der Mitarbeiter an der Kasse des Supermarktes freute sich über die Deutschen. Er erzählte, dass er noch nie am Grand Canyon gewesen sei, fand es aber klasse, dass wir extra so weit gereist seien um ihn zu sehen.

Ich war froh, als wir dann wieder im Motel waren. Morgen geht es durch Los Angeles, das gar nicht weit von Ventura weg ist, Richtung Joshua Tree. Ich freu mich schon, auch wenn der Motelstandard morgen wohl wieder schlechter sein wird.

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3. Tag: San Francisco – Monterey

Jutta ist ein wenig schlaff – also ist es diesmal an Ralf die Tagesereignisse festzuhalten.

Diese Nacht ging es schon ein wenig besser mit dem Schlafen. Wir wurden zwar in der Nacht noch ein paar mal wach, aber der Morgen hat sich fast schon wie ein Morgen angefühlt. Die Angewohnheit der Amerikaner, in den Hotelbadezimmern eine kleine Kaffeemaschine mit Kaffee stehen zu haben erweist sich als segensreich. So kann schon direkt nach dem Bad der erste Kaffee getrunken werden. Danach ging es kurz zur Rezeption und der Dialog, den ich im Bad geübt hatte von wegen, auschecken, Mietwagen abholen und ob wir das Gepäck (Baggage – Ralf – nicht Garbage – gut merken!!!) da lassen dürfen wurde mit einem „Selbstverständlich“ bejaht. Dann ging es zum Frühstück. Jutta wollte in eine amerikanische Fastfoodkette „Dennys“ zum Frühstück, aber Ralf weigerte sich, kaum waren wir drinnen, weil ich a ) das Prinzip nicht verstand (scheinbar musste man vorher zahlen) und b) war eine große Schulklasse auf Ausflug vor uns dran. So blieb es dann beim gewohnten Starbucks. Danach zurück zum Hotel und auschecken. Daraufhin zwei Blocks um die Ecke zu Avis und den Mietwagen geholt. Der Clerk zeigte auf einen richtig schön großen Wagen (Same price of course!) und als wir in der Tiefgarage ankamen hatte Jutta schon Angst, dass wir jetzt den großen Jeep fahren müssen. Es erwies sich dann aber dank der Funkfernbedienung, dass es sich um den Saturn (Amerikas Antwort auf Opel) nebenan handelt. Ungefähr Vectra-Klasse nur ein wenig größer mit Cruise Control und CD-Player. Schnell das Navi angeklemmt und dann ab zum Hotel wo schon das Gepäck auf uns wartete.

Unser Mietwagen
Unser Mietwagen

Jetzt wurde es spannend. Die ersten Versuche mit dem amerikanischen Straßensystem klar zu kommen. Jutta kennt mich zu gut und meint ich würde zu hektisch werden und übernahm deswegen die Rolle der Fahrerin. Der Berufsverkehr von San Francisco erwies sich als überraschend gut zu bewältigen. Nur ganz am Anfang waren sich Tante Navi und wir uns nicht so einig wann wir nun rechts zum nächsten Freeway abbiegen sollen. Was solls – wir haben Urlaub und unser Motto ist diesmal „Der Weg ist das Ziel“ – so sahen wir noch ein paar nette Stadtteile von SF bis wir dann die berühmte Küstenstraße CA 1 erreicht hatten. Am Anfang noch langweilige Autobahn entpuppte sich die Straße dann als ein wunderbarer Aussichtspunkt für einen ersten Blick auf den Pazifik. Da die Wettervorhersage – wie schon die Tage vorher – schlechter war als die Wirklichkeit , erlebten wir große und kleine Wellen bei blauem Himmel. Klar, dass wir da nicht nur einmal Pause machten.

Highway 1
Highway 1 Jutta am Pazifikstrand

Ein paar Meilen weiter gab es dann die nächste große Herausforderung. Jutta und Ralf in einem großen (Okay – für Amis eher gemütlich kleinen) Supermarkt. Kaum schaute man sich mal ein wenig um kam dann sofort jemand vom Verkauf und fragte, ob wir Hilfe bräuchten. Apropos Hilfe – Jutta wurde kaum dass wir im Markt waren schon von einer älteren Dame gefragt, ob sie ihr eine Packung von ganz oben reichen könnte.

Wir erledigten unsere Einkäufe (Umweltunfreundliche Großpackung mit Sprite-Dosen, Sandwiches (mit späterem „durchschlagendem“ Erfolg) und etwas Kosmetik ging es dann zurück zur CA1. Ich geriet beim ersten Sonnenstrahl in Panik, weil ich die Sonnenbrille nicht mehr fand und das geplante Picknick fiel aus, weil die CA1 sich zwischenzeitlich als Autobahn ohne Meeresblick verwandelt hatte. Also ging es so weiter bis Monterey wo wir dann auf dem Parkplatz vor dem Aquarium schnell einen Teil der Sandwiches aßen. Das Aquarium war wirklich nett (Jutta hat besonders „der Schwarm“ gefallen). Und trotz Kinderlärm war es fast entspannend. Dann noch ein kurzer Spaziergang in den umliegenden Touristenfallen und den obligatorischen Starbucks und es ging zurück zum Wagen.

Monterey Aquarium
Monterey Aquarium
Monterey Aquarium
Monterey Aquarium

Hier dann die Entscheidung das Motel anzufahren. Es war nicht weit und endlich hat sich nach dem Luxus der ersten Nächte dann das wahre Amerika mit seinem ungeschminkten Gesicht gezeigt. Nicht dass das Motel schlecht war – aber leicht muffig und hellhörig und so ganz anders als das Luxushotel vorher ist es schon …

Mal sehen was die nächsten Motels zu bieten haben 🙂

Nach dem ersten Entspannen ging es dann noch mal zurück in die Stadt. Der historische Pfad, den wir laufen wollten war nicht sofort zu erkennen und so ging es dann nach einiger Suche in ein nettes amerikanisches Lokal mit übereifrigem Kellner (Der aber mit den Begriffen Grand Canyon und Las Vegas nicht so richtig was anfangen konnte – egal – er fand es trotzdem super toll uns bedienen zu dürfen und ist regelmäßig vor lauter Höflichkeit ausgeflippt wenn er bei uns vorbeikam – bis wir dann fertig waren – dann zeigte sich die amerikanische Philosophie von „time is cash“. Teller weg – bezahlen und – Bye – have a nice day …)

Egal zurück zum Motel erwarten wir jetzt gespannt wann unsere lauten Nachbarn uns schlafen lassen. Morgen sehen wir weiter.

 

2. Tag: San Francisco

Ich schlafe nicht so besonders gut. Um 24 Uhr bin ich das erste Mal wach, dann gegen 3 Uhr und um 4.30 Uhr meint mein Körper, jetzt sei es aber wirklich Zeit aufzustehen. Ich bin allerdings anderer Meinung, gehe kurz aufs Klo und lege mich noch mal hin. Ralf, der bisher selig geschlafen hat, wird kurz wach, ist aber noch zu keiner anständigen Konversation bereit. Also versuche ich auch noch einmal zu schlafen, was tatsächlich gelingt. Um 7.20 Uhr stehe ich allerdings endgültig auf. Schließlich haben wir nur diesen einen Tag in San Francisco und den will ich nicht verschlafen.

Gegen 8.30 Uhr verlassen wir dann zum ersten Mal das Hotel und machen uns auf die Suche nach einem Frühstück. Auf der Straße ist alles leer und es sieht ziemlich verlassen aus. In einer Querstraße stoßen wir auf einen Starbucks, wo wir einen Cappuccino trinken und einen Donut essen.

Dann machen wir uns auf die Suche nach den Sehenswürdigkeiten von SFO und finden tatsächlich das Meer. Und schon strahlt die Golden Gate Bridge im Morgenlicht. Gleich werden die ersten Fotos gemacht. Ein paar Schritte weiter öffnet sich der Blick auf Alcatraz, das natürlich auch fotografiert wird. Eigentlich wollten wir zur Golden Gate Bridge gehen. Dieses Vorhaben geben wir nach einem Spaziergang auf, da der Weg dorthin wohl doch sehr weit ist.

Stattdessen laufen wir ein bisschen am Strand herum und treffen schließlich auf den Wendeplatz der Cable Car neben unserem Hotel. Der Ticketverkauf ist allerdings noch geschlossen.

Da wir etwas planlos sind, gehen wir zunächst noch einmal ins Hotelzimmer zurück. Dort fassen wir den Plan, einen im Marco Polo Reiseführer vorgeschlagenen Spaziergang zu gehen.

Treppe zum Coit Tower

Dieser Spaziergang führt uns zunächst zum Telegraph Hill mit dem Coit Tower. Unterwegs eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke, die man alle aus den zahlreichen in SFO spielenden Filmen zu kennen scheint. Am Coit Tower hat man auch wieder einen tollen Ausblick. Dort klappt die Übergabe der Digicam von Ralf an mich nicht und sie knallt voll auf die Erde. Gott sei dank funktioniert sie hinterher aber noch.

Vom Coit Tower geht es dann nach China Town und danach bin ich eigentlich schon fertig. Diese Stadt besteht ja nur aus Hügeln und schrecklich steilen Straßen.

San Francisco China Town
San Francisco China Town
San Francisco China Town
San Francisco China Town

Trotzdem geht es weiter. Irgendwie kreuz und quer oder besser gesagt rauf und runter. Ich laufe wie in Trance Ralf hinterher. Wir kommen durch Nob Hill und stehen plötzlich vor dem Cable Car Museum. Dort orientieren wir uns noch einmal und machen uns auf den Weg zu Lombard Street. Ein Teil dieser Straße kurvt in ganz engen Kehren abwärts, was man auch schon in vielen Filmen gesehen hat. Sehr beeindruckend.

Cable Car Museum
Cable Car Museum
Lombard Street
Lombard Street

Dann sind wir irgendwann wieder im Fishermans Wharf. Dort finden wir ein Coffeehouse, wo es das wohlverdiente Mittagessen gibt. Sandwich für Ralf und Stir fried Noodles für mich. Danach sieht die Welt wieder anders aus.

Den Nachmittag verbringen wir in Fishermans Wharf. Geschäfte anschauen und Pier 39 mit seinen Seelöwen und seinen Touristenattraktionen.

Fisherman's Wharf Pier 39 mit seinen Seelöwen
Fisherman’s Wharf Pier 39 mit seinen Seelöwen
Fishermans Wharf
Fishermans Wharf

Nach einer kurzen Pause mit Beine hochlegen im Hotelzimmer geht es zu unserem ersten Dinner in Amerika. Dieses Dinner ist sehr lehrreich für mich: Amerikanische Pizza ist nix für mich. So viel Käse *schüttel*.

Auf dem Heimweg regnet es. Der schon für 13 Uhr angekündigte Regen ist endlich da. Vielleicht regnet es sich ja über Nacht aus, so dass es morgen wieder schön ist. Morgen wird ja wieder aufregend. Wir bekommen den Mietwagen und müssen den Weg aus SFO Richtung Monterey finden. Aber das wird schon!

Ralf in den Fishermans Wharf

 

In San Francisco gibt es keinen TÜV :-)
In San Francisco gibt es keinen TÜV 🙂
Cable Car
Cable Car
Straßenszene in San Francisco
Straßenszene in San Francisco
Ausblick vom Coit Tower: San Francisco Downtown
Ausblick vom Coit Tower: San Francisco Downtown
Ausblick vom Coit Tower: Die Golden Gate Bridge
Ausblick vom Coit Tower: Die Golden Gate Bridge

 

Cable Car
Cable Car