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1. Tag: Anreise

Wieder einmal sitzen wir in Philadelphia. Der Flug von München in die USA um 12:15 nach Philadelphia wird wohl langsam unser Standardflug. Immerhin sind wir jetzt 3 von vier Reisen hier gelandet.

Die Anreise verlief morgens mit dem üblichen Chaos. Irgendwie hatten wir im Kopf, dass uns Michaela um 8:15 Uhr abholen wird und auf einmal war es 7:30 und sie fuhr schon vor. Aber da wir gut vorbereitet waren, ging es recht problemlos (auch wenn Jutta in letzter Minute noch einfiel, dass wir noch Obst haben, das sie dann Michaela mitgeben wollte).

Einchecken ging wie immer, beim Securitycheck der übliche Piepser bei mir und dann die große Überraschung. Der Flieger war nur halb voll. Ehe wir es uns versahen war das Boarding completed. Nächste Überraschung: Der Kapitän verkündete, dass er aufgrund der günstigen Verhältnisse eine Abkürzung direkt über den Atlantik fliegen wird und wir eine Stunde früher als geplant ankommen.

Der Flug selbst war wie immer. 2 nette Filme, das übliche „Chicken or Pasta“ – nur am Ende ein paar Turbulenzen bei denen Jutta ein wenig bleich um die Nase wurde. Ebenfalls nett: Bei der Einreise keine lange Warteschlange und eine freundliche Beamtin, die Jutta noch einen schönen Geburtstag wünschte. Nur der 2. Security-Check in Philadelphia dauerte etwas länger und diesmal hat es nicht bei mir sondern bei Jutta gepiepst.  (Anmerkung Jutta: Zum ersten Mal im Leben wurde bei MIR (!!!) ein Drogencheck mittels Abstrich an den Händen gemacht. Pöh, Frechheit!)

Jetzt sitzen wir im Moment in Philadelphia, nachdem wir unseren ersten Mc Donalds Hamburger im Gate A gegessen haben. Wohlweislich vor dem Flug etwas, was satt macht, denn bei den Inlandsflügen in den USA muss jedes Essen und trinken bezahlt werden.

Jetzt heißt es warten auf den Check-In des Anschlussfluges nach Orlando. Wir sind beide ziemlich müde – immerhin ist es in Deutschland jetzt schon 23:00 während es hier gerade 17:00 ist.

Der Anschlussflug war bis auf den letzten Platz voll, so dass wir Juttas Handgepäckskoffer dann am Checkin-Schalter deklariert haben, Das war ziemlich spannend, denn wir mussten den Koffer vor dem Einsteigen einfach vor der Flugzeugtür stehen lassen und Jutta hat sich dann auch gleich von ihm verabschiedet. Der Flug selbst war unspektakulär aber nach der Landung kam die nächste Herausforderung: Ein Shuttlezug zum Gepäckband in einem anderen Gebäude. Dann noch ein langer Fußmarsch und dann das Zittern ob alle Koffer es bis Florida geschafft haben. Als erstes kam der kleine Koffer und dann fast als letzte unsere beiden anderen Koffer.

Jetzt nur noch schnell den Mietwagen organisieren (es war immerhin schon 21:30) – nach einem kleinen Irrlauf im Parkhaus fanden wir dann auch Hertz-Gold, wo auf einer Tafel schon stand wo unser Wagen zu finden ist. Der Wagen war gefunden, aber wo ist der Vertrag und der Schlüssel, die mit dem Wagen bereit stehen sollten. Eine freundliche junge Dame half uns, und zeigte uns den Schlüssel und verließ uns dann wieder. Nach einiger Zeit hatten wir dann auch den Startknopf gefunden und ich wagte mich mutig durch den Verkehr von Orlando.

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Um 22:30 waren wir dann im Hotel wo wir leider feststellen mussten, dass mein Geschenk an Jutta: Ein Google Nexus, die Sicherheitschecks nicht überlebt hat. Auf jeden Fall gibt es keinen Mucks mehr von sich obwohl es am Münchner Flughafen noch ging. Mist – da weiß ich gleich, was ich in Deutschland zu tun habe … 🙁

Egal – jetzt nur noch ins Bett – immer hin ist schon 23:00 und wir sind seit über 20 Stunden unterwegs. Morgen geht’s ins Universal Studio und dann gibt es auch die ersten Bilder.

1. und 2. Tag: Anreise und Las Vegas

Unser Urlaub beginnt erwartungsgemäß hektisch. Irgendwie kriegen wir es jedes Mal hin, dass wir eben NICHT entspannt starten, sondern zum Ende hin wird es IMMER hektisch. Dieses Mal ist die Hektik leider durch meine Schuld verursacht. Habe ich doch versäumt, rechtzeitig mittels Routenplaner zu checken, wie lange die Fahrt zum Parkplatz, auf dem unser Auto auf uns warten soll, dauert. Als ich es dann schließlich doch tue, müssen wir SOFORT los, denn nach Freising fährt man tatsächlich eine ganze Stunde von uns aus. Also Gas geben. Die Fahrt verläuft dann jedoch völlig problemlos und so kommen wir pünktlich am Parkplatz an. Blöd ist nur, dass ich nicht wie sonst sowohl Haus als auch Gepäck einem letzten Check unterziehen konnte und so bleibt ein etwas komisches Gefühl, ob ich an alles gedacht habe. Aber wird schon werden.
Angekommen am Parkplatz werden wir sogleich in Empfang genommen und die Formalitäten werden erledigt. Ralf packt zusammen mit dem Parkplatzbetreiber das Gepäck in das Shuttlefahrzeug, während ich drinnen warten darf, weil es doch sehr kühl draußen ist. Anschließend telefoniert unser Fahrer mit den eigentlich wohl eingeplanten Mitreisenden zum Flughafen. Die stecken aber noch im Stau (uaaahh, das kann also auch passieren – was hatten wir doch ein Glück!) und so kommen wir in den Genuss einer „Extratour“.

Schnell sind wir am Flughafen, pünktlich zur gewünschten Zeit 3 Stunden vor Abflug, also 9.15 Uhr. Natürlich ist der US Airways-Schalter noch nicht geöffnet, dafür gibts schon eine ordentliche Schlange, an die wir uns brav hinten anstellen. Man hört schon die ersten amerikanischen Sprachfetzen und so langsam kann ich mich entspannen nach der Hektik der Abreise.

Der Angestellte der „Vorprüfung“ kontrolliert unsere Reiseunterlagen und Dokumente. Nach ESTA werden wir gefragt und natürlich danach, WER das Reisegepäck gepackt hat, WO es gepackt wurde, WO es in der Zwischenzeit war und WER es in der Hand hatte. Nach diesen Formalitäten dürfen wir weiter zu den eigentlichen Check-In-Schaltern. Dort geht es auch nicht so zügig weiter wie gedacht. Grund ist eine Maßnahme zur Beschleunigung des Check-In-Prozesses in Gestalt einer Automaten, der anhand vieler zu machender Angaben sowie durchzuführender Scans von Barcodes (was natürlich nicht funktionierte) und mehrer Versuche, die Reisepässe durch einen Leser durchzuziehen die APIS-Daten erfasst. Das ist eine weitere Einreiseformalität neben ESTA, die man normalerweise bequem nach althergebrachter Weise mittels eines ausgefüllten Formulares, das dann von der Fluggesellschaft weitergeleitet wird, durchführen kann. Natürlich hatte Ralf diese Formulare ordentlich ausgefüllt und den Ausdruck mitgenommen. Tja, leider verloren, die US Airways vereinfacht ihre Prozesse und lässt die Passagiere hiflos mit Automaten kämpfen. Klar, dass es so zu ordentlichen Staus am Schalter kommt.

Trotzdem gelingt es uns schließlich doch, in den Besitz unserer Bordkarten zu kommen und frohgemut machen wir uns nach einem letzten Kaffee auf den Weg durch die Pass- und Sicherheitskontrolle.

Normalerweise ist Ralf immer ein Problemfall bei der Sicherheitskontrolle. Er hat immer so viel Elektrozeugs dabei und trägt metallische Gegenstände mit sich rum, dass die Kontrollmitarbeiter ordentlich was zu tun haben. Dieses Mal geht es aber ruckzuck bei ihm weiter. Dafür piepst der Metalldetektor dann aber bei mir. Mir war gleich klar, dass es wegen meiner Gürtelschnalle sein muss und zeige diese der Beamtin. Dafür muss ich mir aber eine genervte und bissige Bemerkung anhören, so nach dem Motto, wie blöd man eigentlich sein kann, mit einem solchen Gürtel durch die Kontrolle gehen zu wollen. Ich muss den Gürtel ablegen und dann einer eingehenden Körperkontrolle unterzogen, einschließlich „Und jetzt legen Sie die Hände mal dort oben hin und heben den Fuß an zum Check der Schuhe“. Schwerverbrecher ist kein Vergleich – ich dachte, gleich kommt der Schlagstock zum Einsatz. Boa, was war ich angefressen und meine Laune im Keller! So eine blöde Kuh! *grummel*

An der Passkontrolle suchen wir uns zielgenau die Schlange aus, an der ein paar Reisende vor uns ein junger Mann steht, dessen Visum schon vor einiger Zeit abgelaufen war. (Ralf wollte ja sowieso eigentlich lieber zum Schalter mit der muffigen jungen Frau. Ebenfalls blöde Kuh und daher hatte ICH den passenden Schalter ausgesucht…) Jedenfalls kommt man mit abgelaufenem Visum offenbar so einfach dann aus Deutschland nicht mehr raus. Der Beamte führt ernste Gespräche, zieht den Kollegen zu Rate und greift schließlich zum Telefon. Das war dann der Moment, an dem wir die Schlange wechselten… Dort haben wir mehr Glück und dürfen nach einem kurzen weiteren Check durch amerikanische Mitarbeiter (Beamte?), die nochmal unseren Pass und die Bordkarten kontrolliern endlich in den Abflugbereich.

Aufgrund der diversen Verzögerungen bei den Formalitäten dauert es dann auch nicht mehr lange bis zum Boarding. Dies erfolgt nach Zonen, die auf der Bordkarte ausgewiesen sind, so dass das Flugzeug im wesentlichen von vorn nach hinten gefüllt wird, was doch für ein zügigeres Einsteigen sorgt. Unsere Plätze sind schnell gefunden, das Handgepäck verstaut und bald schon können wir starten.

Unsere Plätze sind erstaunlich komfortabel. Die Beinfreiheit ist ausreichend, selbst für meine langen Haxen und das In-Seat-Entertainment (schönes Wort, gell?) bietet eine tolle Auswahl an Filmen, Musik und Informationen an. Gut, so ein langer Flug ist trotzdem nicht toll, aber zumindest ist von Seiten der Fluggesellschaft für Unterhaltung gesorgt. Besonders gut gefällt mir die GPS-Funktion, mit der man sich so oft man möchte anzeigen lassen kann, wo man sich befindet, wie lange man schon geflogen ist und vor allem wie lange es noch dauert, bis man endlich da ist. Sehr wichtig für mich, da ich ja bekanntermaßen kein Freund des Fliegens bin.

Auch wenn der Pilot vor dem Abflug Turbulenzen nach dem Start vorhergesagt hatte, ist der Flug sehr ruhig. Ganz selten kommt es zu Wacklern, bei denen dann auch das Anschnallzeichen aufleuchtete. Sehr genossen habe ich meine Kopfhörer, die Ralf mir zu Weihnachten geschenkt hatte und die mittels einer elektronischen Funktion (keine Ahnung, wie das funktioniert) ganz toll akustische die Außenwelt abschaltet. Sehr angenehm!

Genauso sanft wie der Flug war, landen wir dann auch sehr pünktlich in Philadelphia. Unser Weg führt uns zur Immigration, die wir nach kurzer Wartezeit problemlos passieren dürfen. Unser Immgration-Officer wirkte auf mich zwar etwas -naja- psychisch auffällig, aber er hatte keine weiteren Einwände gegen unsere Einreise und so dürfen wir nach diversen Fingerscans und einem Gratis-Foto über die Grenze. Hurra!

Anschließend muss unser Gepäck vom Band und durch den Zoll. Der Vorteil bei einer aufwändigen Einreiseprozedur ist, dass man nicht aufs Gepäck warten muss. Unsere Taschen stehen brav neben dem Band und wir können sie einfach packen und durch den Zoll marschieren, der uns nach dem Einsammeln des blau-weißen Zollformulars ohne weitere Fragen durch winkt.

Von hier aus könnten wir jetzt wie vor 2 Jahren aus dem Ausgang raus gehen und uns auf den Weg Richtung Stadt machen. Aber wir sind ja noch nicht am Ziel unserer Reise angekommen und so folgen wir den Schildern „Connecting Flights“ und kommen bald in einen Raum, wo wir unser Gepäck einfach wieder abgeben können. In der Hoffnung, dass die Taschen tatsächlich ins richtIge Flugzeug können wir uns jetzt informieren, von wo aus der Flug nach Las Vegas geht und dürfen warten. Ja, wir müssen ordentlich warten. Die ganze Prozedur hat bis hierher nämlich gerade mal 45 Minuten gedauert und so sind noch über zwei Stunden Zeit bis das nächste Flugzeug startet.

Das Flugzeug, mit dem wir die zweite Strecke zurücklegen ist etwas heruntergekommen. Da wir jedoch sehr sehr schnell waren, macht das nichts. Das Platzangebot war von der Beinfreiheit her fast genauso komfortabel wie im ersten Flugzeug, lediglich die Sitzbreite ist geringer. Da ich am Gang sitze, ist mir das allerdings ziemlich egal.

Die Zeit im Flugzeug erscheint mir wieder sehr lang. Klar, es sind ja noch einmal fünfeinhalb Stunden einkalkuliert. Ab und zu übermannt mich kurz der Schlaf, aber trotzdem werde ich langsam aber sicher unruhig und quengelig. Ich hab keine Lust mehr! Erschwert wird das Geduldig-Sein noch dadurch, dass es keinerlei Unterhaltung an Bord gibt.

Zur Entschädigung braucht der Flieger nur 5 statt fünfeinhalb Stunden für den Flug. Ja, wir sind endlich da!Kurzer innerlicher Jubel und dann dürfen wir auch schon raus marschieren. Dieses Mal müssen wir zwar am Gepäckband warten allerdings macht sich unsere Entscheidung für neue, farbige Reisetaschen jetzt bezahlt, denn die Taschen stechen beim Hinschauen direkt ins Auge.

Der Shuttelbus bringt uns nun zur Vermietstation, wo ein freundlicher Alamo-Mitarbeiter uns trotz TUI-Voucher zuerst einmal ein Upgrade und anschließend diverse Zusatzversicherungen und natürlich ein GPS-Gerät verkaufen möchte. Nachdem alle diese Fragen mit nein beantwortet werden, sinkt seine Laune rapide und relativ kühl werden wir zum Parkhaus geschickt, wo wir uns aus der Choice-Line zusammen mit einem anderen Herren, der zeitgleich mit eintrifft aus zwei Midsize-Autos aussuchen dürfen. Für ihn wird’s ein Ford irgendwas und wir bekommen einen dunkelblauen Hyundai Elentra (?), den wir nach kurzer Kontrolle an der Parkhausausfahrt Richtung unseres Hotels, dem Stratosphere Tower bewegen dürfen.

Über die Fahrt decke ich lieber den Mantel des Schweigens. Ich fand’s furchtbar, so im Dunkeln mit einem fremden Auto über fremde Straßen mit fremden Verkehrsregeln und Fahrweisen in einer riesigen Großstadt ein Ziel zu suchen. Ralf hat mich allerdings gelobt dafür. 🙂

Auch das Einchecken war schnell geschehen und so durften wir bald unser schönes Zimmer im 19. Stock beziehen. Kurz noch frisch gemacht und dann geht’s auf eine erste Entdeckungsreise. Das Hotel ist bunt und laut wie andere Vegas-Hotels auch. Auf die Fahrt auf den 300 m hohen Turm verzichten wir heute aufgrund der langen Schlange am Aufzug. So machen wir noch einen kurzen Spaziergang Richtung Strip, kaufen noch Wasser und begeben uns dann zur wohlverdienten, lang ersehnten Nachtruhe.

Unser Hotel der Stratosphere Tower
Unser Hotel der Stratosphere Tower
Unser bescheidenes Zimmer
Unser bescheidenes Zimmer

Um 3 Uhr morgens weckt mich die innere Uhr, genau wie gedacht. Aber als Wiederholungstäter in Sachen USA-Urlaub überrede ich meinen Körper, nochmal weiter zuschlafen, was schließlich auch gelingt. Um 6 Uhr ist dann aber endgültig Schluss. Wir beobachten, wie die Sonne die Landschaft nach und nach aufweckt und um halb 8 sind wir schon beim Buffet zum frühstücken.

Das Brunch-Buffet ist dort wirklich lecker. Für knapp 15 Dollar hat man eine Riesnauswahl, die außer dem Kaffee, den ich definitv nicht trinke, dazu auch noch schmeckt.

Frisch gestärkt machen wir uns nun auf den Weg Richtung Tower. Dieses Mal klappt’s. Wir erhalten mit unseren Zimmerkarten freien Zugang zum Tower (juchu, Geld gespart!), unterziehen uns einer Sicherheitskontrolle und nach einer kurzen Fahrt mit einem schnellen Aufzug stehen wir gut 300 m über dem Boden.

Die Aussicht ist fantastisch. Ralf schießt die ersten Fotos und wir können uns nicht satt sehen. Spannend sind die Attraktionen wie Bungee Jumping oder das X-Scream, bei dem ein Schlitten in 300 m Höhe über den Rand der Plattform saust und kurz vor dem (scheinbaren) Absturz aufgefangen wird. Ui, da würde mich niemals jemand rein bringen!

Ausblick vom Stratosphere Tower
Ausblick vom Stratosphere Tower

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Sin City sieht von oben aus wie Sim City
Sin City sieht von oben aus wie Sim City
Ralf auf dem Turm
Ralf auf dem Turm
Jutta auf dem Turm
Jutta auf dem Turm

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Den Rest des Tages verbringen wir mit Einkaufen im Premium Outlet Center und anschließend bei Walmart. Im Outlet gibt es Hosen und T-Shirts für uns. Im Walmart decken wir uns hauptsächlich mit Wasser für die kommenden Tage ein. Ich bin allerdings inzwischen ziemlich genervt. Es ist heute so heiß draußen und der Walmart ist heute sehr voll und laut. Wir erledigen also schnell das, was zu erledigen ist und machen uns wieder zurück ins Hotel.

Blick vom Einkaufscenter
Blick vom Einkaufscenter

Schnell was essen, nochmal auf den Tower rauf fahren und jetzt noch die ersten beiden Tage hier nachtragen. Ich bin soooo müde! Deshalb ist der heutige Tag auch nicht so ausführlich beschrieben. Rechtschreibfehler schließe ich nicht aus. Ich muss mich noch ein bisschen wach halten und dann darf ich ins Bett.

Las Vegas bei Nacht
Las Vegas bei Nacht
Das höchste Karussell der Welt
Das höchste Karussell der Welt
The Strip von oben
The Strip von oben

Morgen geht’s ins Death Valley. Ich freue mich auf weite Landschaft mit wenigen Menschen, habe aber einen Heidenrespekt vor der Hitze dort. In Las Vegas waren es heute 37 Grad, gefühlt 34 Grad. Das war knallheiß. Morgen im Death Valley soll es 47 Grad haben, gefühlt 42 … Ich bin gespannt!

1. Tag: München – Philadelphia

Ich kann es noch nicht glauben: Wir sind tatsächlich wieder in den USA! Genauer gesagt in King of Prussia, einem „kleinen Vorort“ von Philadelphia. Klein ist halt relativ zu sehen – für unsere Verhältnisse ist der Ort doch eher groß…

Aber fangen wir mit dem Anfang an.

Nachdem ich gestern noch mal eben den Vertrag für meinen neuen Job unterschrieben hatte, wir die letzten Einkäufe getätigt hatten und Anka in die Hundepension gefahren hatten, haben wir dann tatsächlich schon die Koffer gepackt. Das Packen erfolgte also, genau wie die Planung dieser Reise, eher auf den letzten Drücker und nicht so ganz genau. Von daher habe ich momentan so die Befürchtung, dass ich nicht alles dabei habe, was ich eigentlich brauche. Aber man wird sehen.

Heute Morgen dann ein frühes Aufstehen, 5.45 Uhr um genau zu sein, schnell eine Kleinigkeit essen und einen Kaffee trinken und um 7 Uhr geht es los. Als erstes Ziel steht die Tiefgarage bei Ralfs Firma auf dem Plan, wo der Golf abgestellt werden soll. Von dort aus fahren wir mit der S-Bahn zum Flughafen. Nachdem der Flug um 12.30 Uhr geht wollten wir spätestens um 10 Uhr am Flughafen sein und wollten (ja, wir sind seeeehr vorsichtig in unserer Zeitplanung!) daher die Bahn um 9.09 Uhr erreichen. Gut, die Abfahrt um 7 Uhr war dafür sehr frühzeitig bemessen, aber wir sind seeehr vorsichtig in unserer Zeitplanung oder so.

Wir erreichen dann natürlich die Bahn um 8.08 Uhr und sind dementsprechend mal wieder viel zu früh am Flughafen und warten beim US-Airways-Schalter darauf, dass er öffnet. Wir hatten am Vorabend schon online eingecheckt und mussten nur noch unsere Koffer loswerden. Tatsächlich sind wir dann die ersten, die sich den Fragen der Angestellten stellen dürfen. Haben Sie die Koffer selbst gepackt? Wo waren die Koffer seitdem sich gepackt wurden? Nehmen Sie Dinge für andere im Auftrag mit? Welche elektronischen Geräte transportieren Sie? Solche und andere Dinge müssen wir beantworten und dürfen dann weiter um unsere Koffer aufzugeben.

Nach dieser ersten Hürde sind wir dann erst einmal zum Zeitschriftenladen und danach zu einem zweiten Frühstück ins „Airbräu“. Die Zeit vergeht schnell und wir machen uns auf zur Sicherheitskontrolle. Auch wenn Ralf ungefähr 1500000 Dinge abgelegt, ausgepackt und aufs Band gelegt hatte, hat er es aber tatsächlich (Premiere!) geschafft, ohne Piepsen und damit manueller Nachkontrolle durch den Personencheck zu gehen. Respekt! Danach nur noch Passkontrolle und schon sind wir am Abfluggate H32.

Reisefieber
Reisefieber
Unser Flugzeug
Unser Flugzeug

Das Boarding beginnt pünktlich und wir haben keine Probleme, unsere Sitze 13 F und G einzunehmen. Auch fürs Handgepäck ist genügend Platz. Fast langweilig also. Auch der Flug ist ziemlich ereignislos. Das Essen ist einigermaßen genießbar, die Getränkeversorgung erfolgt durch Selbstbedienung. Leider gibt es keinen Snack zwischendurch, wie es vor zwei Jahren bei unserem Lufthansa-Flug war. Daher kommt dann nach einiger Zeit doch Hunger auf, der erst kurz vor dem Landeanflug auf Philadelphia durch ein Sandwich gestillt wird. Ehrlich gesagt war der Flug also ok, aber auch nicht mehr. Sowohl der Service durch die Flugbegleiter als auch vor allem die Information über den Flug waren bei weitem nicht so gut wie bei der Lufthansa. Ich habe es wirklich vermisst, dass wir nicht z.B. über die Flugroute oder wie lange der Flug noch dauert informiert wurden. Fand ich doof – Daumen runter!

Philadelphia von oben
Philadelphia von oben
Philadelphia von oben
Philadelphia von oben

Die Landung erfolgt ziemlich pünktlich und da wir so weit vorne sitzen, sind wir auch schnell aus dem Flugzeug draußen. Bei der Immigration ist genauso wenig los wie bei der Gepäckausgabe – die Ankunft des letzten internationalen Fluges ist schon über 40 Minuten her. Schnell finden wir den Shuttlebus zum Mietwagenzentrum, der uns zur Hertz-Vermietstation brachte. Dort muss Ralf einiges an Formularen unterschreiben, was ihm ein etwas mulmiges Gefühl einbringt da er befürchtet, dass ihm irgendwelche Sonderleistungen, die natürlich auch gesondert gezahlt werden müssen, untergejubelt wurden, (Inzwischen hat er sich die Verträge angeschaut und glaubt, dass alles ok ist). Unser Auto lässt mich so überhaupt nicht jubeln. Ein weißer, schäbiger Honda irgendwas. Als erstes checke ich die zahlreichen Schrammen außen. Als ich die Tür öffne, vergeht mir die Lust aufs Autofahren spontan. Eine total dreckige, siffige beige Innenausstattung. Neiiiiin, das will ich nicht! Wir reklamieren und bekommen einen wunderschönen, funkelnagelneuen Toyota Camry in anthrazitmetallic. 967 Meilen hat er gerade auf dem Tacho und gefällt mir wirklich gut.

Dank Navi finden wir King of Prussia leicht. Wir sind in Amerika, auch wenn der Verkehr und die Landschaft ein bisschen so wie bei uns sind. Im Ort selbst lotst uns die Tante (= das Navi) dann erst einmal falsch, wofür sie aber nichts kann – Ralf hatte ihr als Ziel nur den Ortsnamen genannt. Nach diesem kleinen Umweg finden wir unser Motel, das Best Western aber dann doch schnell. Erst einmal das Zimmer anschauen (das Mädel am Empfang sprach ein fürchterliches Englisch mit einem sehr exotischen Akzent), kurz frisch machen und dann wollen wir ein bisschen die Mall von King of Prussia, die zweitgrößte der Vereinigten Staaten, erobern.

Bald aber schon stellen wir fest, dass wir nicht mehr wirklich aufnahmefähig sind. Immerhin ist es zu hause jetzt schon Mitternacht. Deshalb geht es zurück Richtung Motel. Gegenüber gibt es einen kleinen Supermarkt, wo wir uns mit Getränken eindecken und direkt neben dem Motel essen wir ein Stück Pizza bei „Peace a Pizza“ zum Abendessen. Ist vom Geschmack her ungewöhnlich (Ralf meinte, seine Salamipizza schmeckt nach Zimt und meine Pizza mit Hühnchen war statt mir Pizzasauce mit Barbecuesauce gemacht), aber doch ziemlich lecker. Meine traumatische Erfahrung aus San Francisco mit amerikanischer Pizza ist schon fast wieder wettgemacht.

Hier sind wir jetzt:

Chicago und die großen Seen auf einer größeren Karte anzeigen

Wir sind aber wirklich froh, als wir das Auto wieder auf dem Parkplatz des Motels abstellen können. Jetzt ist es hier 20.30 Uhr, in Deutschland also 2.30 Uhr. Mein Körper will jetzt endlich ins Bett, aber eigentlich wollen wir noch bis 22 Uhr durchhalten *seufz*.

Blick aus unserem Motelzimmer
Blick aus unserem Motelzimmer

Die Wettervorhersage sagt uns für morgen 26 Grad C und im Laufe des Tages immer sonnigeres Wetter voraus. Ich bin gespannt, was Philadelphia für uns bereit hält und werde jetzt noch ein bisschen im Reiseführer lesen. Müde bin ich, freue mich aber wie verrückt auf die nächsten beiden Wochen.

1. Tag: München – San Francisco

Nachdem wir zuhause die letzten Vorbereitungen getroffen haben, insbesondere die To-Do-Liste für die Kinder vervollständigt haben, fahren wir endlich los. Unser Ziel ist das Landhotel Schweiger`s, wo wir das Auto parken. Ein Shuttlebus bringt uns zum Flughafen.

Eigentlich wollten wir im Hotel noch eine Kleinigkeit essen, weil wir ja nicht wussten, wann es im Flugzeug wieder etwas gibt, aber das Hotel ist wirklich *sehr* ländlich und hat mittags das Restaurant geschlossen. Glücklicherweise kommt aber die Fahrerin des Shuttlebusses früher als angekündigt, so dass wir zeitig zum Flughafen starten. Während der Fahrt erklärt sie uns, wir sollten unbedingt im „Airbräu“ essen. „Geht`s bloß nirgendwo anders hin“.

Bei so einer strengen Anordnung schauen wir tatsächlich mal beim Airbräu vorbei, allerdings sagt uns die Speisekarte nicht zu, so dass wir doch nur schnell bei der Nordsee einen Fisch essen.

Ralf ist dann auch unruhig, so dass wir bald Richtung Sicherheitskontrolle aufbrechen. Eingecheckt hatten wir schon am Vorabend, so dass wir unsere Bordkarten schon in der Tasche hatten.

Als erste Station steht der erste Sicherheitscheck an. Ich gehe durch, ohne dass es piepst, so dass ich auch nicht abgetastet werde. Braves Mädchen eben. Nur meine Handtasche wird gründlich durchsucht und dann bin ich schon fertig.

Bei Ralf ist es etwas aufwendiger. Zunächst muss das Laptop überprüft werden und dann piepst es beim Durchgehen auch. Der Angestellte fährt Ralf mit dem Metallsuchgerät ab und die Reißverschlüsse werden natürlich angezeigt. Aber das ist es noch nicht. Ach ja, das Handy. Hm, es piepst immer noch. Schließlich werden die einzeln verpackten Erfrischungstücher als Übeltäter identifiziert, da die Packungsinnenseiten metallbeschichtet sind. Also werden die Tücher noch mal durchs Röntgengerät geschickt und dann dürfen wir weiter.

Nächste Station ist die Passkontrolle. Ein tiefer Blick des Beamten in unsere Augen, ein Vergleich mit dem Pass und dann ist diese Kontrolle geschafft.

Weiter Richtung Gate H 02 bringt uns zur nächsten Kontrolle. Zwei strenge Damen überprüfen unsere Unterlagen und wollen von uns wissen, was der Zweck unserer USA-Reise ist. „Holidays“ stellt sie zufrieden und wir werden weiter geschickt.

Dann kommt eine weitere Sicherheitskontrolle, von der wir angenommen hatten, das sei die Strengste. Aber hier ging alles ruckzuck. Noch nicht einmal der wieder verschließbare Plastikbeutel mit dem Deo wurde angeschaut, obwohl ich diesen fälschlicherweise im Rucksack gelassen hatte (die Beutel müssen laut Vorschrift separat vorgezeigt werden).

Und schon waren wir in der Abflughalle. Bis zum angekündigten Beginn des Boardings um 15.05 Uhr war noch reichlich Zeit, aber egal.

Um 15.20 Uhr wurde der Flug endlich aufgerufen und kurze Zeit später saßen wir im Flugzeug. Unsere Plätze vor der Wand, an der normalerweise Babybetten aufgehängt werden, waren im Vergleich zu den normalen Holzklassenplätzen super, man konnte die Beine sogar fast ausstrecken und hatte wirklich angenehme Bewegungsfreiheit. Der einzige Nachteil war die Platzierung der Bildschirme. Aufgrund des Blickwinkels wirkte das Bild dunkel, fast wie im Negativ zu sehen (dunkelhaarige Schauspieler hatten z.B. weiße Haare).

Trotzdem war der Flug sehr viel angenehmer als befürchtet. Die Nachbarn waren unauffällig außer der Dame hinter Ralfs Sitz, das Essen war gut, die Toiletten erstaunlich sauber. Es gab kaum Turbulenzen, so dass der Adrenalinspiegel niedrig blieb.

Aufgrund dieser glücklichen Umstände war es sogar nicht weiter schlimm, dass sich die Flugzeit wegen dauernden kräftigen Gegenwinds um fast eine Stunde auf fast 13 Stunden verlängerte.

Die Immigration in SFO klappte ebenso reibungslos. Offensichtlich hatten wir die umfangreichen Formulare im Flugzeug zur Zufriedenheit des Officers ausgefüllt. Von jedem wurden zwei Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht und es wurden ein paar Fragen gestellt. Der Officer wollte z.B. wissen, wo wir wohnen, was Ralf beruflich macht und wie viel Geld wir dabei haben. Dann durften wir zum Gepäckband.

Nachdem wir unsere Koffer gefunden hatten, ging es zum Zoll. Die Frage, ob wir Lebensmittel einführen konnten wir wahrheitsgemäß mit „Just sweets“ beantworten und dann durften wir tatsächlich in die Freiheit der USA einreisen.

Das nächste Problem, einen Shuttlebus zu finden, konnten wir mit Hilfe eines hilfsbereiten Flughafenmitarbeiters auch schnell lösen und dann ging es in halsbrecherischer Fahrweise in die Stadt.

Das Argonaut Hotel war das letzte angefahrene Hotel. Ein diensteifriger Angestellter kümmerte sich um das Gepäck während wir das Einchecken erledigten und brachte uns zu unserem Zimmer Nr. 315. Ein wirklich schönes Zimmer mit „herrlichem“ Blick auf den Innenhof. Das von mir erhoffte Upgrade auf Bayblick hat also leider nicht geklappt, was uns aber egal war.

Kurz das Wichtigste ausgepackt, die Annehmlichkeiten des Zimmers begutachtet und das Laptop angeschlossen. WLAN funktioniert, aber der Stecker passt nicht in den Adapter. Ralf rettet aber mit einer waghalsigen Anpassung des Adapters mittels Schweizer Taschenmesser und Bartschneideschere die Situation und so kann die erste E-Mail an die Kinder versendet werden.

In Deutschland ist es jetzt etwa 6 Uhr morgens, hier in SFO 22 Uhr. Wir sind hundemüde und fallen deshalb ins Bett.

Unser Hotelzimmer bei den Fisherman’s Wharf

 

Unser Hotelzimmer bei den Fisherman’s Wharf